Biographie

Étienne Schneider wurde am 29. Januar 1971 in Düdelingen geboren.

Studium und Ausbildung

Nach dem Besuch der Gymnasien Lycée technique Nic Biever in Düdelingen und Lycée technique d’Esch-sur-Alzette studierte Étienne Schneider am Institut catholique des hautes études commerciales (ICHEC) in Brüssel sowie an der Greenwich University in London, wo er 1995 eine Licence (Hochschulabschluss) in Handels- und Finanzwissenschaften erwarb.

Regierungsämter

Étienne Schneider wurde im Februar 2012 erstmals Regierungsmitglied und trat als Minister für Wirtschaft und Außenhandel in die Koalitionsregierung aus Christlich-Sozialer Volkspartei (CSV) und Luxemburger Sozialistischer Arbeiterpartei (LSAP) ein.

Im Anschluss an die Parlamentswahlen vom 20. Oktober 2013 wurde Étienne Schneider am 4. Dezember 2013 zum Vizepremierminister, zum Minister für Wirtschaft, zum Minister für innere Sicherheit sowie zum Minister der Verteidigung in der Koalitionsregierung aus Demokratischer Partei (DP), LSAP und Grünen ("déi gréng") ernannt.

Nach den Parlamentswahlen vom 14. Oktober 2018 wurde Étienne Schneider am 5. Dezember 2018 zum Vizepremierminister, zum Minister für Wirtschaft und zum Minister für Gesundheit in der Koalitionsregierung aus DP, LSAP und "déi gréng" ernannt.

Sonstige politische Ämter

Étienne Schneider, der seit 1991 der LSAP angehört, war von 1995 bis 2005 Gemeinderatsmitglied in Kayl. Nach den Kommunalwahlen von 2005 wurde er zum ersten Beigeordneten des Bürgermeisters gewählt und übte dieses Amt bis 2010 aus.

Von 1997 bis 2004 war er Generalsekretär der LSAP-Fraktion in der Abgeordnetenkammer.

Berufliche Tätigkeiten

Von 1995 bis 1996 war Étienne Schneider wissenschaftlicher Assistent beim Europäischen Parlament in Brüssel.

Von 1996 bis 1997 war er als Ökonom bei der LSAP-Fraktion in der Abgeordnetenkammer tätig.

1997 arbeitete er als Projektleiter bei der Nordatlantikpaktorganisation (NATO) in Brüssel.

2004 wurde Étienne Schneider Regierungsrat im Ministerium für Wirtschaft und Außenhandel, wo er vor allem für die Direktionen für Energie, elektronischen Handel und Datensicherheit zuständig war.

2009 wurde er Erster Regierungsrat und war für die Direktionen Wirtschaftsentwicklung, Infrastruktur und Energie des Ministeriums für Wirtschaft und Außenhandel verantwortlich. 2011 wurde er für die Generaldirektion Wirtschaftsentwicklung, Industrie und Unternehmen zuständig.

Auf Vorschlag der Regierung sowie angesichts seiner Aufgaben im Ministerium für Wirtschaft und Außenhandel war Étienne Schneider Verwaltungsratsmitglied mehrerer Gesellschaften. So wurde er 2005 Präsident und Vorstand der Société électrique de l’Our (SEO). Nachdem er die Verhandlungen, die 2010 zur Gründung von Enovos führten, geleitet hatte, wurde Étienne Schneider, der seit 2004 Verwaltungsratspräsident von Cegedel SA war, anschließend Vorsitzender von Enovos International SA und Enovos Deutschland AG. Darüber hinaus wurde er 2010 Präsident und Vorstand der Netzgesellschaft Creos.

Ende 2010 wurde er Vizevorsitzender der Nationalen Kredit- und Investitionsgesellschaft (Société nationale de crédit et d’investissement – SNCI). Étienne Schneider ist im Februar 2012, am Tag seiner Ernennung zum Minister, von all diesen Ämtern zurückgetreten.

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