Yuriko Backes beim Treffen des deutschsprachigen Gleichstellungsquintetts in Liechtenstein

Die Ministerin für Gleichstellung und Diversität, Yuriko Backes, nahm am 31. August und 1. September 2026 am Treffen der für Gleichstellung zuständigen Ministerinnen und Minister der deutschsprachigen Länder in Liechtenstein teil.

Treffen der deutschsprachigen Gleichstellungsministerinnen und -minister - (v.l.n.r.) Eva-Maria Holzleitner, Bundesministerin für Frauen, Wissenschaft und Forschung ; Yuriko Backes, Ministerin für Gleichstellung und Diversität ; Emanuel Schädler, Minister für Gesellschaft und Justiz ; Elisabeth Baume-Schneider, Bundesrätin und Vorsteherin des Eidgenössischen Departements des Innern ; Karin Prien, Bundesministerin für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend
© Roland Korner - Liechtenstein

Das Gleichstellungsquintett bringt Deutschland, Liechtenstein, Luxemburg, Österreich und die Schweiz zu einem regelmäßigen Austausch über aktuelle gleichstellungspolitische Herausforderungen zusammen. Nach der ersten Ausgabe des Treffens, die 2025 in Luxemburg stattfand, war das Fürstentum Liechtenstein in diesem Jahr Gastgeber.

Im Mittelpunkt der Arbeitssitzungen standen die Auswirkungen gesellschaftlicher und digitaler Entwicklungen auf die Gleichstellung. Die Ministerinnen und Minister tauschten sich insbesondere über Backlash-Tendenzen, Männerbilder und digitale Gegenöffentlichkeiten sowie über die Auswirkungen von künstlicher Intelligenz, Digitalisierung und Plattformlogiken auf die Gleichstellung aus.

Dabei wurde insbesondere die zunehmende Bedeutung sozialer Medien für die Verbreitung von Geschlechterbildern und Narrativen thematisiert. Auch die Chancen und Risiken künstlicher Intelligenz standen im Fokus. Digitale Technologien können neue Möglichkeiten für die Gleichstellung eröffnen, gleichzeitig aber auch bestehende Ungleichheiten und Diskriminierungen verstärken.

Yuriko Backes betonte: "Gleichstellung ist keine Selbstverständlichkeit. Gerade in Zeiten, in denen traditionelle Rollenbilder und gleichstellungsfeindliche Narrative insbesondere in den sozialen Medien verstärkt Raum einnehmen, müssen wir unsere Anstrengungen fortsetzen. Gleichzeitig müssen wir die Chancen der digitalen Transformation nutzen und dafür sorgen, dass künstliche Intelligenz bestehende Ungleichheiten nicht reproduziert oder verstärkt. Der Austausch mit unseren Partnerländern ist dabei besonders wertvoll, denn diese Herausforderungen machen nicht an nationalen Grenzen halt."

Die Gespräche unterstrichen die Bedeutung von Prävention, Medienkompetenz und eines respektvollen gesellschaftlichen Dialogs. Gleichzeitig bestand Einigkeit darüber, dass die grenzüberschreitende Zusammenarbeit und der regelmäßige Erfahrungsaustausch angesichts gemeinsamer Herausforderungen weitergeführt werden sollen. Das nächste Treffen des Gleichstellungsquintetts wird 2027 in Deutschland stattfinden.

Pressemitteilung des Ministeriums für Gleichstellung und Diversität

Regierungsmitglied

BACKES Yuriko

Datum des Ereignisses

31.08.2026 - 01.09.2026