Léon Gloden bei den "Otzenhausener Gesprächen": Grenzüberschreitende Zusammenarbeit bei Sicherheit und Bevölkerungsschutz stärken

Im Rahmen der „Otzenhausener Gespräche“ am 23. Oktober 2026 an der Europäischen Akademie Otzenhausen im Saarland bekräftigten der luxemburgische Minister für innere Angelegenheiten, Léon Gloden, sein saarländischer Amtskollege Reinhold Jost sowie Vertreter aus Rheinland-Pfalz, Frankreich und der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens ihre grenzüberschreitende Zusammenarbeit in den Bereichen innere Sicherheit und Bevölkerungsschutz.

Im Mittelpunkt standen die Bekämpfung von Vegetations- und Waldbränden sowie die verstärkte polizeiliche Zusammenarbeit im Kampf gegen die organisierte Kriminalität.

„Wir sind keine Grenzregion, wir sind die Großregion. Schengen ist nicht das Problem, Schengen ist die Lösung. Die Sicherheit unserer Bürgerinnen und Bürger darf keine Grenzen kennen. Treffen wie die Otzenhausener Gespräche dienen dazu, unsere Zusammenarbeit zu festigen und weiter auszubauen. Ausdruck davon ist die Unterzeichnung der gemeinsamen Absichtserklärung zur Bekämpfung von Vegetations- und Waldbränden. Das luxemburgische Feuerwehr- und Rettungskorps CGDIS entsandte diesen Sommer einen Löschroboter und Einsatzkräfte nach Illingen im Saarland. Der Roboter wurde in besonders gefährlichen Bereichen eingesetzt“, erklärte Léon Gloden. „Ob bei der inneren Sicherheit oder beim Bevölkerungsschutz: Nur wenn wir unsere Kräfte bündeln, können wir im Ernstfall schnell und koordiniert handeln.“

Mit der Unterzeichnung der Absichtserklärung zur grenzüberschreitenden Hilfeleistung bei Feuerwehreinsätzen im Alltag und untermauerten Luxemburg und das benachbarte Saarland ihr Vorhaben, ein entsprechendes Abkommen abzuschließen.

Eine weitere Absichtserklärung zur grenzüberschreitenden Vegetationsbrandbekämpfung zwischen Partnern aus Luxemburg, Belgien, Frankreich und Deutschland sieht eine gemeinsame Übersicht der Einsatzressourcen und -strategien, die Abstimmung beim Einsatz spezialisierter Ressourcen sowie gemeinsame Übungen vor.

Der saarländische Innenminister Reinhold Jost erklärte: „Die Einsätze dieses Sommers haben gezeigt, wie wichtig eine enge grenzüberschreitende Zusammenarbeit ist. Saarländische und rheinland-pfälzische Einsatzkräfte haben sich gegenseitig unterstützt, Luxemburg hat ein Spezialgerät zur Verfügung gestellt. Diese Erfahrungen wollen wir nutzen, um unsere Zusammenarbeit dauerhaft weiterzuentwickeln. Unser Ziel ist klar: Im Ernstfall müssen wir schnell, abgestimmt und mit den bestmöglichen Ressourcen handeln können.“

Auch die polizeiliche Zusammenarbeit soll weiter ausgebaut werden. Der gemeinsame Grenzalarmplan zwischen Luxemburg, dem Saarland und Rheinland-Pfalz steht kurz vor dem Abschluss und soll im Bedarfsfall eine koordinierte Besetzung der Grenzübergänge ermöglichen. Zudem wird an einer direkten Funkverbindung zwischen der deutschen Bundespolizei, den Landespolizeien Saarland und Rheinland-Pfalz sowie der großherzoglichen Polizei gearbeitet.

Bereits seit Sommer 2026 führt die luxemburgische Polizei regelmäßig gemeinsame Streifen mit der Bundespolizei durch, um grenzüberschreitende Kriminalität und internationalen Terrorismus zu bekämpfen.

Die Gespräche unterstrichen das gemeinsame Ziel, durch eine engere Koordination und operative Zusammenarbeit die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger in der Großregion nachhaltig zu stärken.

Mitgeteilt vom Ministerium für innere Angelegenheiten