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Angespannte Lage bei der Versorgung mit Mineralölprodukten
Die Versorgung Luxemburgs mit Mineralölprodukten stützt sich auf eine Kombination aus Binnenschiffs-, Schienen- und Straßentransport, die für einen reibungslosen Ablauf der Lieferungen von entscheidender Bedeutung sind. Seit mehreren Wochen steht diese Logistikkette jedoch unter Druck, da es auf den wichtigsten Transportwegen derzeit zu Einschränkungen kommt. Vor diesem Hintergrund beobachtet das Wirtschaftsministerium die Entwicklung der Lieferströme genau und ist bereit, bei Bedarf Maßnahmen zu ergreifen, um mögliche Auswirkungen abzufedern und gleichzeitig die Versorgungssicherheit zu gewährleisten.
Ab nächster Woche sind zudem Bauarbeiten an der Bahnstrecke Luxemburg–Wasserbillig–Trier vorgesehen, wodurch diese Verbindung vorübergehend nicht zur Verfügung stehen wird. Da die Strecke den Zugang zum Hafen Mertert ermöglicht, einem wichtigen Umschlagplatz für Kraftstoffe, wird ihre vorübergehende Sperrung den Druck auf die anderen Verkehrsträger zusätzlich erhöhen, die bereits durch Beeinträchtigungen des Binnenschiffsverkehrs belastet sind.
Die aufgrund der Trockenheit niedrigen Wasserstände von Rhein und Mosel schränken derzeit die Kapazitäten für den Transport von Kraftstoffen auf den Wasserstraßen ein. Die betroffenen Unternehmen müssen daher ihre Logistik anpassen, um die Versorgung der Tankstellen sicherzustellen. Darüber hinaus besteht seit Montag das Risiko von Verzögerungen bei den Lieferungen per Binnenschiff in die Region Lüttich, die für die Versorgung zahlreicher luxemburgischer Importeure von strategischer Bedeutung ist. Grund dafür ist die teilweise Sperrung des Albertkanals, die vorgenommen wurde, um die Löscharbeiten im Hohen Venn zu erleichtern.
Angesichts dieser komplexen Lage beobachtet das Ministerium für Wirtschaft die weitere Entwicklung aufmerksam und ruft alle Akteure der Logistikkette zu einer verstärkten Koordinierung auf, um die Lieferströme zu optimieren.
Die Energieversorgung des Landes bleibt gewährleistet. Verzögerungen oder örtlich begrenzte Engpässe können unter diesen außergewöhnlichen Umständen jedoch nicht vollständig ausgeschlossen werden.
Pressemitteilung des Ministeriums für Wirtschaft