Start des Pilotprojekts "Out of Hospital" zur Begleitung älterer Menschen nach einem Krankenhausaufenthalt

Der Minister für Familie, Solidarität, Zusammenleben und Unterbringung von Flüchtlingen, Max Hahn, und die Ministerin für Gesundheit und soziale Sicherheit, Martine Deprez, stellten das Pilotprojekt "Out of Hospital" vor. Ziel dieser Initiative ist es, ältere Menschen nach einem Krankenhausaufenthalt besser zu begleiten.

(v.l.n.r.) Max Hahn, Minister für Familie, Solidarität, Zusammenleben und Unterbringung von Flüchtlingen ; Martine Deprez, Ministerin für Gesundheit und soziale Sicherheit - (v.l.n.r.) Max Hahn, Minister für Familie, Solidarität, Zusammenleben und Unterbringung von Flüchtlingen ; Martine Deprez, Ministerin für Gesundheit und soziale Sicherheit
© MFSVA

Dieses neue Angebot richtet sich an ältere Menschen, deren Gesundheitszustand nach einem Krankenhausaufenthalt stabil ist, die jedoch noch nicht sofort nach Hause zurückkehren können oder noch klären müssen, welche Wohnform für ihre Situation am besten geeignet ist. Das Projekt bietet ihnen ein sicheres und betreutes Umfeld in Einrichtungen für ältere Menschen, in dem sie ihre Selbstständigkeit wiedererlangen und ihre Rückkehr nach Hause oder gegebenenfalls den Einzug in eine Einrichtung vorbereiten können.

"Mit dem Projekt "Out of Hospital" möchten wir älteren Menschen die nötige Zeit und Unterstützung bieten, um sich unter guten Bedingungen zu erholen und wohlüberlegte Entscheidungen über ihre Zukunft zu treffen. Ein Krankenhausaufenthalt kann einen erheblichen Einschnitt im Leben eines älteren Menschen darstellen. Daher ist es wichtig, den Betroffenen die nötige Zeit und die erforderlichen Mittel zu geben, um die nächsten Schritte ohne Druck und in einem geeigneten Umfeld vorzubereiten", erklärte Max Hahn, Minister für Familie, Solidarität, Zusammenleben und Unterbringung von Flüchtlingen.

"Die Gesundheitsversorgung endet nicht an der Krankhaustür. Es liegt in unserer Verantwortung, für jeden Patienten eine lückenlose Weiterversorgung sicherzustellen, auch wenn ein Krankenhausaufenthalt nicht mehr erforderlich, eine Rückkehr nach Hause aber noch nicht möglich ist. Mit "Out of Hospital" entwickeln wir unser System hin zu einer stärker integrierten und flexibleren Versorgung weiter, die konsequent auf die Bedürfnisse der Patienten ausgerichtet ist", betonte Martine Deprez, Ministerin für Gesundheit und soziale Sicherheit.

Das Pilotprojekt wird von 2026 bis 2029 umgesetzt und anschließend abschließend evaluiert. Es beruht auf einer engen Zusammenarbeit zwischen den Einrichtungen für ältere Menschen, den Krankenhäusern und den zuständigen öffentlichen Behörden. Ab dem 1. Oktober 2026 stehen zunächst 36 Plätze in vier Einrichtungen im ganzen Land zur Verfügung.

Bislang wurden insgesamt neun Anträge von sieben Betreibern von Einrichtungen für ältere Menschen für insgesamt 66 Betten eingereicht. Weitere Anträge können während der gesamten Laufzeit des Projekts eingereicht werden, um sich an der Initiative zu beteiligen.

Eine Übergangsphase zwischen Krankenhaus und Zuhause

Der Aufenthalt im Rahmen des Projekts ist auf acht Wochen begrenzt und kann in begründeten Fällen auf bis zu zwölf Wochen verlängert werden. Jede teilnehmende Einrichtung muss über eine eigene Einheit mit mindestens sechs Betten verfügen und eine Kooperationsvereinbarung mit einem Krankenhaus abschließen, um die Kontinuität der medizinischen Betreuung und Begleitung der aufgenommenen Personen zu gewährleisten.

Das Projekt verfolgt mehrere Ziele:

  • den Übergang älterer Menschen nach einem Krankenhausaufenthalt zu verbessern;
  • vermeidbare erneute Krankenhausaufenthalte zu reduzieren;
  • eine besser vorbereitete Aufnahme in Einrichtungen für ältere Menschen zu fördern;
  • Die Zusammenarbeit zwischen dem Krankenhaussektor, dem sozialmedizinischen Bereich und der häuslichen Pflege zu stärken.

Das Ministerium für Familie finanziert das Projekt im Zeitraum 2026–2029 mit jährlich 3,2 Millionen Euro. Ein interinstitutioneller Lenkungsausschuss wird die Umsetzung anhand spezifischer Indikatoren begleiten, mit denen der tatsächliche Bedarf und das Profil der betreuten Personen ermittelt sowie die Kosten und der Nutzen des Modells bewertet werden können.

Pressemitteilung des Ministeriums für Familie, Solidarität, Zusammenleben und Unterbringung von Flüchtlingen und des Ministeriums für Gesundheit und soziale Sicherheit