Zum letzten Mal aktualisiert am
Tourismus: Deutschsprachige Gemeinschaft und Luxemburg verabschieden 10-Punkte-Plan
Mit einem gemeinsamen 10-Punkte-Plan schaffen Minister für Kultur, Sport, Tourismus und Medien der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens, Gregor Freches, und Minister für Wirtschaft, KMU, Energie und Tourismus des Großherzogtums Luxemburg, Lex Delles, einen strategischen Rahmen für eine engere grenzüberschreitende Partnerschaft zwischen den Regionen. Ziel ist es, touristische Angebote besser miteinander zu vernetzen, gemeinsame Potenziale zu nutzen und konkrete Vorteile für Gäste und Einheimische zu schaffen.
Ostbelgien und Luxemburg verbindet nicht nur ihre Lage im Herzen Europas, sondern auch ein reiches Natur- und Kulturerbe, vielfältige Freizeitangebote und eine ausgeprägte Gastfreundschaft. Der neue 10-Punkte-Plan knüpft an die Tourismusstrategie "Ostbelgien 2040" und die luxemburgische Strategie "Mënschen, Regiounen an Ekonomie" an. Er setzt auf gemeinsame Lösungen, die den Tourismus langfristig stärken und den grenzüberschreitenden Austausch fördern.
"Unsere Zusammenarbeit muss für die Menschen konkret spürbar werden. Es geht darum, touristische Angebote besser zugänglich zu machen, Wege und Regionen miteinander zu verbinden und dort anzusetzen, wo Bürgerinnen und Bürger ebenso wie unsere Gäste unmittelbar profitieren. Die verschiedenen Aktionen sollen einen greifbaren Mehrwert für die Menschen vor Ort schaffen. Wir wollen die Chancen unserer Grenzregion nutzen und einen Tourismus fördern, der Lebensqualität stärkt und unsere Regionen nachhaltig voranbringt. Und wir haben auch schon damit begonnen", betont Gregor Freches.
Auch Lex Delles unterstreicht die Bedeutung der Partnerschaft: "Unser gemeinsames Ziel ist es, die touristische Zusammenarbeit über Grenzen hinweg weiter auszubauen und neue Impulse für die Entwicklung attraktiver, nachhaltiger und innovativer Angebote zu setzen. Ob im Bereich des nachhaltigen Tourismus, des Aktivtourismus oder des Gedenkstättentourismus: Durch einen intensiven Erfahrungsaustausch schaffen wir die Voraussetzungen, um die Stärken unserer beiden Regionen noch besser zu verbinden und ihre internationale Attraktivität nachhaltig zu steigern."
Zehn Handlungsfelder, eine gemeinsame Perspektive
Der 10-Punkte-Plan umfasst zehn Handlungsfelder, in denen Ostbelgien und Luxemburg ihre Stärken künftig gezielter bündeln wollen. Im Tourismusmarketing sollen gemeinsame Themen wie Natur, Wandern und Radfahren stärker grenzüberschreitend beworben werden. Gleichzeitig gilt es, das Natur- und Kulturerbe beider Regionen besser in Szene zu setzen, etwa durch gemeinsame Themenrouten und die Aufwertung des Europadenkmals am Dreiländerpunkt.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf dem Aktivtourismus. Durch eine bessere Vernetzung der Rad- und Wanderwege sollen attraktive grenzüberschreitende Erlebnisse entstehen. Regelmäßige Netzwerktreffen sollen die Zusammenarbeit der touristischen Akteure erleichtern. Auch gemeinsame europäische Projekte, insbesondere im Rahmen von Interreg, bieten Chancen, Innovation und nachhaltige Entwicklung in der Großregion voranzubringen.
Darüber hinaus wollen beide Partner den Wissenstransfer in der Aus- und Weiterbildung stärken. Die gemeinsame Geschichte soll durch die stärkere Vernetzung historischer Orte und Gedenkstätten sichtbarer und der europäische Gedanke erlebbar werden. Weitere Schwerpunkte bilden nachhaltiges Reisen, die Förderung barrierefreier und inklusiver Angebote sowie der Austausch über digitale Lösungen und deren Einsatz im Tourismus.
Die Umsetzung eines Großteils dieser Vorhaben übernehmen die Tourismusagentur Ostbelgien (TAO) und Luxembourg for Tourism (LfT). Beide Organisationen sollen ihre Kompetenzen und Netzwerke einbringen, gemeinsame Projekte entwickeln und die Zusammenarbeit auf operativer Ebene stärken. Je nach Handlungsfeld werden weitere Partner und zuständige Akteure eingebunden.
Eine Partnerschaft mit langfristiger Wirkung
Mit dem 10-Punkte-Plan soll Zusammenarbeit nicht auf dem Papier stehen bleiben. Ziel ist es, dass Bürgerinnen und Bürger sowie Gäste die Ergebnisse konkret erleben: durch grenzüberschreitende Rad- und Wanderverbindungen, neue Ausflugsangebote, besser zugängliche touristische Informationen, gemeinsame Kultur- und Geschichtsprojekte sowie innovative digitale Dienstleistungen. Gleichzeitig stärkt die Kooperation die regionale Wirtschaft, unterstützt touristische Betriebe und schafft zusätzliche Chancen für eine nachhaltige Entwicklung der gesamten Grenzregion.
Pressemitteilung des Wirtschaftsministeriums