Coronavirus: COVID-19

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Aktueller Stand

(26.05.2020)

Aktuelle Situation COVID-19: Neuinfektionen, Hospitalisierungen auf der Intensivstation, Sterbefälle

3.995 Auf COVID-19 positiv getestete Personen
  • Unterschied zum Vortag: +2
  • Einwohner: 3.233
  • Nichtansässige: 762
  • Durchschnittsalter: 46 Jahre
  • Verteilung Mann/Frau: 51,27%/ 48,73%

 

68.829 Anzahl der getesteten Personen seit Beginn der Krise
  • Einwohner: 54.297
  • Nichtansässige: 14.532
  • Aktive Infektionen: 102
  • Geheilte Personen: 3.783
110 Sterbefälle
  • Unterschied zum Vortag: +0
  • Durchschnittsalter: 84 Jahre
  • Medianalter: 84 Jahre

(*ohne den Todesfall von 1 Person aus der Region Grand Est in Frankreich, die in Luxemburg hospitalisiert war)

 
44 Hospitalisierungen (COVID-19 und Verdachtsfälle)
  • Normalstation: 39
  • Intensivstation: 5**
  • Entlassungen: 916***

(**ohne die Personen aus der französischen Region Grand Est)

(***einschliesslich einiger Kurzaufenthalte)

0,590 Reproduktionszahl Rt_eff
  • Vermehrungsrate (Rt) : 0,997

Quelle: COVID-19 research Taskforce

Nächste Aktualisierung: 27.05.2020 zwischen 17:30 - 18:00

DAS CORONAVIRUS

Definition

Coronaviren (CoV) sind eine große Familie von Viren, die Symptome von der Erkältung bis hin zu ernsteren Erkrankungen wie dem Nahost-Atemwegssyndrom (MERS) und dem schweren akuten Atemwegssyndrom (SARS) verursachen. Ein neuartiges Coronavirus (nCoV) ist ein neuer Stamm des Coronavirus, der beim Menschen noch nicht identifiziert wurde.

COVID-19 ist die Infektionskrankheit, die durch das kürzlich entdeckte Coronavirus (SARS-CoV-2) verursacht wird. Dieses neue Virus und diese Krankheit waren vor dem Ausbruch in Wuhan, China, im Dezember 2019 unbekannt. 

Die COVID-19-Infektion bleibt in 80% der Fälle harmlos. Um jedoch die Ausbreitung unter der allgemeinen Bevölkerung zu verlangsamen und die gefährdeten und fragilen Bevölkerungsgruppen zu schützen, ist es wichtig eine Reihe von Vorkehrungen zu treffen.

Was ist eine Pandemie?

Obwohl es keine allgemeingültige Definition gibt, kann man sagen, dass eine Pandemie eine zunehmende und anhaltende Verbreitung einer außergewöhnlichen, ansteckenden Krankheit ist, die zusehends alle Teile der Welt und einen Großteil der Weltbevölkerung betrifft.

Am 11. März 2020 stufte die Weltgesundheitsorganisation WHO die Covid-19-Epidemie als Pandemie ein.

Wie überträgt sich das COVID-19-Coronavirus?

Die COVID-19-Infektion wird durch Personen übertragen, die das Virus in sich tragen. Die Krankheit kann von einer Person auf eine andere durch Atemtröpfchen, die beim Husten oder Niesen durch die Nase oder den Mund ausgestoßen werden, übertragen werden.

COVID-19 kann auch durch Einatmen von Tröpfchen einer erkrankten Person, die gerade gehustet oder geniest hat, übertragen werden. Daher ist es wichtig, sich mehr als zwei Meter von einer kranken Person entfernt zu halten und die grundlegenden Hygienemaßnahmen einzuhalten. Die Tröpfchen können einige Zeit auf Gegenständen oder Oberflächen im Umkreis der betroffenen Person verbleiben. Berührt man diese Gegenstände oder Oberflächen und fasst sich anschließend an Auge, Nase oder Mund, kann man sich mit COVID-19 anstecken.

Ist COVID-19 beim Geschlechtsverkehr übertragbar?

COVID-19 ist keine sexuell übertragbare Krankheit. Da das Virus jedoch in den Atemsekreten vorhanden ist und durch direkten Kontakt von Person zu Person übertragen werden kann, stellt der Geschlechtsverkehr Bedingungen dar, die für eine Übertragung des Virus sehr günstig sind, wenn einer der Partner infiziert ist.

Können Haustiere COVID-19 übertragen?

Derzeit gibt es keine Hinweise darauf, dass Haustiere wie Hunde oder Katzen das neue Coronavirus übertragen können.

Es gibt jedoch einige Fälle von infizierten Katzen, vor allem in den Vereinigten Staaten; deshalb ist es ratsam, Hauskatzen wenn möglich im Haus zu halten und zu vermeiden, dass sie Kontakt haben mit Personen, die nicht im selben Haushalt wohnen.

Hundehalter sollten darauf achten, dass die Tiere außer Haus den gleichen Sicherheitsabstand einhalten wie die Menschen.

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation ist der vorherrschende Übertragungsweg derjenige von Mensch zu Mensch.

Menschen und Haustiere erkranken manchmal durch die gleichen Erreger. Deshalb sollten an Covid-19 erkrankte Personen keinen engen Kontakt zu ihren Haustieren pflegen und sie wenn möglich während der Dauer der Krankheit in die Obhut einer anderen Person geben.

SICH UND ANDERE SCHÜTZEN

Wie verhalte ich mich, damit ich mich möglichst wenig einer Gefahr aussetze?

Die Regierung hat eine schrittweise Lockerung der Einschränkungen seit dem 20. April entschieden. Trotzdem besteht weiter das Risiko einer Infektion mit dem Virus. Solange keine wirksame Behandlung und kein Impfstoff verfügbar sind, sollen wir uns auf ein Leben mit diesem Virus einstellen. Deshalb gelten weiterhin Ausgangsbeschränkungen, alle Hygiene- und weiteren Vorsichtsmaßnahmen wie das Tragen einer Maske, sobald die Distanz von zwei Metern zu nicht mit Ihnen zusammenlebenden Personen unterschritten wird.

Die schrittweise Lockerung setzt drei Bedingungen voraus:

  • die persönliche Verantwortung eines jeden,

  • die Solidarität untereinander und vor allem anfälligen Menschen gegenüber,

  • die disziplinierte Einhaltung der Vorsichtsbestimmungen.

 

 

Was muss ich tun, um mich zu schützen und eine Übertragung zu vermeiden?

Es sind die gleichen Vorsichtsvorschriften zu beachten wie bei jeder anderen Infektion der Atemwege.

  1. Das wichtigste: waschen Sie sich die Hände regelmäßig und gründlich.
  2. Husten oder niesen Sie in ein Papiertaschentuch oder in den Ellbogen. Entsorgen Sie die Taschentücher in einen Abfallbehälter mit Deckel.
  3. Vermeiden Sie das Händeschütteln oder Küssen.
  4. Vermeiden Sie engen Kontakt mit kranken Menschen (halten Sie einen Abstand von mindestens 2 Metern ein).
  5. Vermeiden Sie es so weit möglich, Ihr Gesicht mit den Händen zu berühren.
  6. Beschränken Sie Ihre ausserhäusslichen Bewegungen auf das Notwendige.
  7. Die Maske ergänzt die Schutzgesten.

 

Wann ist eine Maske zu tragen?

Das Bedecken von Nase und Mund mit einer Maske, einem Schal oder einem Hals- oder Kopftuch überall dort vorgeschrieben, wo die Distanz von zwei Metern zu anderen Personen nicht eingehalten werden kann. Ein solcher Mund-Nasen-Schutz muss vor allem in Geschäften getragen werden, im öffentlichen Transport, im Recycling-Center oder auf Märkten.

In manchen Bereichen gelten unter Umständen noch strengere Bestimmungen

Kinder unter 6 Jahren benötigen keinen solchen Mundschutz.

Es werden Einwegmasken an die Einwohner und Grenzgänger verteilt. Diese dürfen nicht gewaschen werden und gehören nach maximal 8 Stunden Benutzung in den Müll.

Die Gemeinden sorgen für die Verteilung der Masken an die Einwohner. Die Armee verteilt ihrerseits die Masken an die Grenzgänger. Weitere Informationen hierzu gibt es online: VerteilungMaskenGrenzgänger

Selbst genähte Masken aus Stoff und Schals oder Tücher können öfters benutzt werden, unter der Bedingung, dass sie täglich nach Gebrauch bei 60 Grad gewaschen werden.

Um mehr Informationen zum richtigen Umgang mit diesen Masken zu erhalten, sollten Sie folgende Internetseite anklicken: Empfehlungen.

Das Tragen der Maske ist eine zusätzliche Schutzmaßnahme, um die Verbreitung der mit dem Virus infizierten Tröpfchen einzudämmen. Das Tragen der Maske kann jedoch das Risiko der Ansteckung vergrößern, wenn nicht richtig damit umgegangen wird. Deshalb hält die Weltgesundheitsorganisation fest, dass das Tragen der Mund-Nase-Schutzmaske in der gesamten Bevölkerung ausschließlich dann gerechtfertigt ist, wenn die anderen Maßnahmen nicht oder nur schwer umzusetzen sind.

#NichtOhneMeineMaske

Ist ein Bart mit dem Tragen der Maske vereinbar?

Jedenfalls muss die Maske gut auf das Gesicht angelegt werden, sonst ist ihre Wirksamkeit nicht gewährleistet. Der Bart muss sauber sein, längere Bärte müssen wie Kopfhaare zusammengebunden werden. Dies gilt sowohl für chirurgische als auch für aus Stoff gefertigte Masken.

Damit FFP2-Masken, die von Ärzten oder medizinischem Personal getragen werden, dicht abschließen, darf der Bart nicht über die Ränder der Maske hinausragen.

Ich bin Grenzgänger, erhalte ich Masken?

Ja, jeder in Luxemburg angestellte Grenzgänger erhält ein Paket mit 50 chirurgischen Einwegmasken.

Die Armee hat im ganzen Land zwölf Stellen eingerichtet und verteilt dort die Masken an die Grenzgänger, und zwar täglich bis zum 24. Mai 2020.

Jeder Grenzgänger erhält einen Brief mit einem Gutschein für seine Masken, die er an der von ihm selbst gewählten Verteilungsstelle abholt, innerhalb von 14 Tagen nach dem Erhalt des Briefes. Um einen zu großen Andrang zu vermeiden, wurde der Versand dieser Briefe auf fünf Tage verteilt.

 

Schützen Handschuhe wirkungsvoll gegen das Coronavirus?

Im Alltag schützt regelmäßiges Händewaschen besser gegen das Coronavirus als das Tragen von Handschuhen. Denn Handschuhe verhindern nicht, dass das Virus von einer Fläche zur anderen übertragen wird. Wenn Sie mit dem Virus infizierte Flächen oder Gegenstände berühren, so überträgt sich das Virus auf den Handschuh und von dort aus auf ihre persönlichen Gegenstände wie Schlüssel, Handy, Handtasche, Börse, usw. 

Eine hydro-alkoholische Lösung kann Handschuhe nicht wirklich desinfizieren. Das Risiko der Übertragung auf die Hände beim Ausziehen der Handschuhe ist nicht unerheblich. 

Prinzipiell haben Handschuhe eine Reihe Nachteile:

  • Sie vermitteln ein falsches Gefühl von Sicherheit und verführen dazu, sich nicht an die wesentlichen Schutzmaßnahmen zu halten;

  • Sie vergrößern so das Risiko einer Infektion durch das Coronavirus.

  • Sie haben einen negativen Impakt auf die Umwelt, da die meisten Einweghandschuhe weder wiederverwertbar noch biologisch abbaubar sind. 

Wann sollte man Handschuhe tragen? 

Einweghandschuhe sind dem Pflegepersonal vorbehalten, das direkten Hautkontakt mit Personen hat, die eventuell mit Corona oder einer anderen ansteckenden Krankheit infiziert sind. Im Bereich der Pflege von Personen mit ansteckenden Krankheiten ist das Tragen von Handschuhen ebenso unabdingbar wie das regelmäßige Waschen der Hände. In allen anderen Fällen wird das Tragen von Einweghandschuhen nicht empfohlen. 

Einweghandschuhe sind nicht für den alltäglichen Gebrauch bestimmt.

 

 

Ich war an COVID-19 erkrankt und bin genesen. Bin ich jetzt immun dagegen?

Mit dieser Frage beschäftigt sich die Medizin derzeit. Es gibt bis dato keinen Beweis, dass Personen, die sich von der Covid-19-Infektion erholt haben, immun dagegen und vor einer neuen Erkrankung geschützt sind. Deshalb ist die Weltgesundheitsorganisation der Ansicht, dass das Ausstellen eines „Immunpasses“ für Patienten, die Antikörper im Blut haben, ein falsches Sicherheitsgefühl vermitteln und so die Verbreitung der Pandemie fördern könnte.

Wenn Sie sich erholt haben von der Krankheit, so halten Sie sich weiter an die Vorsichtsmaßnahmen und schützen Sie damit sich selbst und die anderen.

Wer sind die gefährdeten Personen?

Gefährdete Personen sind Personen, die über 65 Jahre alt sind oder bereits an einer der unten aufgelisteten Krankheiten leiden. Die betroffenen Krankheiten sind:

  • Diabetes
  • Kardiovaskuläre Erkrankungen
  • Chronische Atemwegserkrankungen
  • Krebs
  • Krankheits- oder therapiebedingte Immunschwäche
  • krankhafte Fettleibigkeit (Body-Mass-Index über 40 kg/qm)
Welche Kinder sind gefährdet?

Bei Kindern verläuft die Infektion mit Covid-19 ganz anders als bei Erwachsenen; bei Kindern treten meistens kaum Symptome auf. Schwere Erkrankungen an Covid-19 sind bei Kindern sehr selten.

Nach dem derzeitigen Wissensstand sind Kinder mit Vorerkrankungen der folgenden Kategorien als gefährdet anzusehen:

  • verschiedene Erkrankungen der Atemwege
  • verschiedene Pathologien des Herzens
  • verschiedene durch Krankheit oder Behandlung verursachte Immunschwächen

Zögern Sie nicht im Falle eines Verdachts, Ihren Kinderarzt zu Rate zu ziehen.

Sie können sich ebenfalls die Empfehlungen des Obersten Rates für ansteckende Krankheiten (Conseil Supérieur des Maladies Infectieuses - CSMI) anschauen.

Ich bin eine gefährdete Person, was muss ich tun?

Bleiben Sie zu Hause und halten Sie sich an die Vorsichtsmaßnahmen!

Wenn Sie unbedingt rausgehen müssen, beachten Sie die folgenden Empfehlungen:

  • Erledigen Sie ihre Einkäufe außerhalb der Stoßzeiten;
  • erledigen Sie Ihre Einkäufe wenn möglich online, beispielsweise auf der Verkaufsplattform corona.letzshop.lu, die speziell für gefährdete Personen eingerichtet wurde (Hotline 8002 9292); 
  • vermeiden Sie Orte, an denen es nicht möglich ist, einen Sicherheitsabstand von 2 Metern einzuhalten;
  • vermeiden Sie den öffentlichen Transport.

Wenn Sie einer Erwerbstätigkeit nachgehen müssen, sollten Sie sich per Telekonsultation mit Ihrem Arzt in Verbindung setzen. Auf diese Weise können Sie klären, ob Sie Ihre Erwerbstätigkeit fortsetzen können. Ihr Arbeitgeber ist gehalten, Sie bestmöglich an Ihrem Arbeitsplatz zu schützen, zum Beispiel, indem Sie soweit wie möglich Distanz zu Ihren Arbeitskollegen halten. (Informationen und Empfehlungen für Unternehmen)

Ist das neue Coronavirus für Kinder gefährlich?

Die Infektion mit dem COVID-19 verläuft bei Kindern in der Regel milder. In China hatten die meisten mit dem Coroanvirus infizierten Kinder keine Symptome; nur bei 5,6 Prozent gab es einen schwereren Krankheitsverlauf, kein Kind unter zehn Jahren starb jedoch daran.

In Europa und in den Vereinigten Staaten sind Sterbefälle von Kindern wegen COVID-19 die Ausnahme. Es waren dies meist Kinder, die an Vorerkrankungen litten, und so einem erhöhten Risiko ausgesetzt waren.

Trotzdem ist es nicht ausgeschlossen, dass ein Kind an einer schweren Form des COVID-19 erkrankt; im Zweifelsfall ist es der Arzt, der die Diagnose trifft und die nötige Behandlung vorschreibt.

Stellt das neue Coronavirus ein Risiko für schwangere Frauen und für Föten dar?

Nach aktuellem Kenntnisstand scheint das COVID-19 kein spezifisches Risiko für schwangere Frauen darzustellen. Schwangere Frauen unterliegen demnach keinen Schutzmaßnahmen, die über die üblicherweise im Rahmen der Schwangerschaft empfohlenen Maßnahmen hinausgehen. 

Zum heutigen Zeitpunkt wird das Coronavirus nicht mit embryonalen Fehlentwicklungen oder dem Risiko einer Frühgeburt in Verbindung gebracht.

Quelle: ECDC: https://www.ecdc.europa.eu/en/novel-coronavirus-china/questions-answers

Quelle: CDC: https://www.cdc.gov/coronavirus/2019-ncov/specific-groups/pregnant-women-and-children.html

Was tun bei Angstzuständen?

Die aktuelle Krise kann für die Menschen besonders besorgniserregend sein. Angst und Besorgnis können manchmal überwältigend sein, insbesondere in Fällen sozialer Isolation.

Wählen Sie zuverlässige Informationsquellen wie die Regierungswebsite gouvernement.lu und begrenzen Sie die Zeit, die Sie mit dem Konsum von Online-Medien verbringen (besuchen Sie diese Medien 1-2 Mal am Tag).

Seien Sie sich Ihrer Ängste bewusst. Merken Sie sich, wenn Sie ängstlich sind, und versuchen Sie zu verstehen, warum. Konzentrieren Sie sich auf das Hier und Jetzt, grübeln Sie nicht über Unsicherheiten.

Bleiben Sie ihrer gewohnten Routine treu.

Sprechen Sie mit Leuten, die gelassen sind.

Wenn Sie das Gefühl haben, dass Ihre Angst immer weiter zunimmt, dann melden Sie sich bei der Hotline 8002 8080.  

www.covid19-psy.lu

Mit Stress umgehen (Englisch)

Wie vermeiden Sie Fake News?

Seit Anfang der Krise wird das Coronavirus von einem anderen Übel mit manchmal tödlichen Folgen begleitet: falsche Informatiounen, Fake News, in den sozialen Netzwerken. Im März starben im Iran Hunderte Menschen, die Methanol getrunken hatten, in der Meinung, dies schütze sie vor COVID-19. Andere gefährliche falsche Empfehlungen sind Vulkanasche, Kokain, Bleich- oder Desinfektiounsmittel wie Chlor- oder Javelwasser: Hände weg! Die Einnahme kann zum Tod führen!

Um sich zu informieren, konsultieren Sie ausschließlich anerkannte Internetseiten und nehmen Sie nur die Medikamente, die mit Ihrem Arzt abgesprochen sind.

Weitere Informationen finden Sie auf folgenden Seiten:

https://www.who.int/emergencies/diseases/novel-coronavirus-2019/advice-for-public/myth-busters

https://www.consilium.europa.eu/de/policies/covid-19-coronavirus-outbreak/fighting-disinformation/

https://ec.europa.eu/info/live-work-travel-eu/health/coronavirus-response/fighting-disinformation_de

https://www.infektionsschutz.de/coronavirus/verlaessliche-informationen-erkennen.html

SYMPTOME UND ERKENNUNG

Welche Symptome treten auf?

Die Symptome variieren von einer mittelschweren bis schweren Atemwegsinfektion mit Fieber, Husten, Atembeschwerden und Müdigkeit.

Symptome

Der Verlust des Geruchssinns (Anosmie) und/oder derjenige des Gemacksinns (Ageusie) sowie Hautausschlag sind andere Symptome der Krankheit. 

Ältere Menschen und Menschen mit chronischen Vorerkrankungen sind anfälliger für Komplikationen.

Die Inkubationszeit zwischen der Infektion mit dem Erreger und dem Auftreten der ersten Symptome der COVID-19-Infektion beträgt höchstens 14 Tage.

Wie unterscheide ich Heuschnupfen und COVID-19?

Die Zeit des Pollenflugs hat begonnen; die damit verbundenen Allergien betreffen zwischen 15 und 20 Prozent der Bevölkerung. Die Symptome können denen von COVID-19 ähneln, vor allem bei denjenigen, bei denen die Allergie mit Asthma und Atemschwierigkeiten einhergeht.

Wer chronisches Asthma hat, kennt die Symptome meistens sehr gut und kann sie von COVID-19-Symptomen unterscheiden. Eine Asthmakrise verursacht normalerweise kein Fieber; 80 Prozent der COVID-19-Patienten haben jedoch Fieber. Bei Asthma treten die Atemschwierigkeiten unvermittelt als Krise auf und sind zeitlich begrenzt; es ist außerdem ein charakteristisches Pfeifen zu vernehmen. Die Atemprobleme bei COVID-19 machen sich nach und nach bemerkbar und lassen nicht nach; sie werden zudem von einem trockenen Husten begleitet.

www.pollen.lu

Was soll ich tun, wenn ich ein gesundheitliches Problem habe?
  • In dringenden Fällen rufen Sie immer die Notfallnummer 112 an!
  • Rufen Sie Ihren Arzt an oder kontaktieren Sie ihn per Telekonsultation (eConsult). .
  • Sie können in die Notaufnahme eines Krankenhauses gehen.
  • Sie können in einem medizinischen Versorgungszentrum (Centre de soins avancés - CSA (CSA) untersucht werden, wenn Sie Symptome von COVID-19 haben.
  • Außerhalb der Öffnungszeiten an Werktagen (von 20:00 bis 24:00 Uhr) sowie an Wochenenden und Feiertagen (von 8:00 bis 24:00 Uhr) können Sie sich in eines der drei Bereitschaftshäuser (Maisons médicales) begeben. Um einen Termin zu vereinbaren, wenden Sie sich an folgende Telefonnummer: 20 33 31 31 11.

Die Bereitschaftshäuser (Maisons médicales) in Luxemburg, Esch-sur-Alzette und Ettelbruck werden nur Patienten aufnehmen, die keine Symptome einer COVID-19-Infektion aufweisen. Sie werden gebeten, allein und mit einer Maske zu kommen.

 

 

Wie funktioniert die ärztliche Onlineberatung (Telekonsultation)?

Die Telekonsultation ist eine übliche medizinische Vorgehensweise. So vermag ein Arzt, ein Zahnarzt oder eine Hebamme mithilfe der Informations- und Kommunikationstechnologien eine Fernberatung zu geben.

Um zu verstehen, wie Sie die Telekonsultation nutzen können, schauen Sie sich folgende Videos an:

  • Das erste Video gibt allgemeine Informationen und erklärt die Einschreibung auf der Plattform für Telekonsultation (Tutorial eConsult).
  • Das zweite Video zeigt, wie ein Termin per Telekonsultation angefragt wird (Tutorial eConsult).
  • Das dritte Video schildert den Ablauf einer Telekonsultation (Tutorial eConsult).
  • Das vierte Video erklärt die Vorgänge nach der Telekonsultation, vor allem die elektronische Übermittlung von Dokumenten (Tutorial eConsult).
Wie kann ich meinen Hausarzt aufsuchen?

Die medizinische Telekonsultation hat sich bewährt. Zögern Sie nicht, auf diese Art der Fernberatung zurückzugreifen. So vermag Ihr Arzt schnell einzuschätzen, ob Sie zu ihm in die Praxis kommen sollen oder ob eine andere medizinische Versorgung eher für sie geeignet ist. Die medizinische Behandlung aller gesundheitlichen Probleme in den Räumen der Arztpraxis ist nun wieder erlaubt.

Wenn Sie sich in die Praxis begeben, sollten Sie dies wenn möglich alleine tun und den vereinbarten Termin strikt einhalten, um unnötige Wartezeiten mit anderen Patienten in einem Raum zu vermeiden.

Bei Ihrer Ankunft werden Sie gebeten, sich die Hände zu desinfizieren und die bereitliegende chirurgische Maske aufzusetzen. Es wird sogleich überprüft, ob Sie keine Covid-19-Symptome aufweisen.

Die Räumlichkeiten der Praxis sind so eingerichtet, dass die Sicherheit des Personals, des Arztes und der Patienten so weit wie möglich gewährleistet ist. Es wird regelmäßig desinfiziert; Gegenstände wie Zeitschriften, Bücher oder Spielzeug wurden aus dem Wartezimmer entfernt.

Wiederaufnahme der medizinischen Aktivitäten ab dem 4. Mai

Ich benötige einen Zahnarzt: An wen soll ich mich wenden?

Die Praxen der Zahnärzte sind geöffnet. Rufen Sie Ihren Arzt an oder kontaktieren Sie ihn per Telekonsultation (eConsult).

Am Wochenende können Sie sich an den Notdienst des Centre hospitalier de Luxembourg (CHL) wenden.

CHL - Centre

4, rue Ernest Barblé
L-1210 Luxembourg (Belair)

Welche Tests gibt es?

Es gibt zwei unterschiedliche Tests: den diagnostischen Test, der feststellt, ob Sie infiziert sind, und den serologischen Test, der anzeigt, ob Sie infiziert waren und Antikörper gegen das Virus gebildet haben.

 

Der diagnostische PCR-Test (qRT-PCR)

Dieser Test beantwortet die Frage: „Bin ich ansteckend?“

Das Gesundheitsamt empfiehlt den PCR-Test:

  • bei Patienten, die Symptome von Covid-19 aufweisen,

  • bei medizinischem Personal, das ohne Schutzausrüstung engen Kontakt hatte (weniger als zwei Meter während wenigstens 15 Minuten) mit einem Patienten, dessen Infektion bestätigt ist. Da die Inkubationszeit im Mittel fünf bis sechs Tage beträgt und die infizierte Person ein bis zwei Tage nach dem Auftreten der Symptome ansteckend wird, soll der Test am vierten oder fünften Tag nach dem Kontakt stattfinden. Die mutmaßlich infizierte Person ist gehalten, bei der Arbeit eine chirurgische Maske zu tragen. Sobald Symptome auftreten, muss sie den Arbeitsplatz verlassen und sich testen lassen;

  • bei hospitalisierten oder in einer Struktur für gefährdete Personen wohnenden Menschen, bevor die Isolationszeit beendet wird;

  • post-mortem bei allen Personen, die in einem Krankenhaus oder einem Pflegeheim gestorben sind nach einer Covid-19-ähnlichen Krankheit, die vorher nicht genau diagnostiziert worden ist.

 

Der PCR-Test wird auch bei den Cluster-Tests genutzt in den Wirtschaftsbereichen, die ihre Aktivität nach der Lockerung der Einschränkungen wieder aufnehmen, sowie für breit angelegte Studien, die von der Regierung ab Ende Mai vorgesehen sind.

Ziel des PCR-Tests ist, genetisches Material des Virus aufzuspüren. Zu dem Zweck wird mit einem Wattestäbchen eine Probe im Nasen- oder Rachenraum entnommen.

Falls der Test in einem privaten Laboratorium stattfindet, benötigen Sie eine ärztliche Verschreibung. In einem medizinischen Versorgungszentrum ist keine Verschreibung erforderlich. In beiden Fällen müssen Sie Ihren Ausweis und die Sozialversicherungskarte vorzeigen.

 

Der serologische Test

Dieser Test beantwortet die Frage: „War ich mit Covid-19 infiziert?“

Der serologische Test zeigt an, wenn sich durch eine Infektion Antikörper gebildet haben und dadurch Immunität (IgA, IgG) erworben wurde; er stellt also eine nachträgliche Diagnose der Krankheit. Dieser Test dient nicht dazu, eine akute Infektion nachzuweisen.

 

Antikörper sind erst in der zweiten Woche nach dem Auftreten der Symptome nachweisbar. Deshalb sind serologische Test nicht zu einer frühen Diagnose des Covid-19 in der ersten Woche des Auftretens der Symptome geeignet.

Der serologische Test wird mit einer Blutanalyse von einem privaten Laboratorium durchgeführt; die Kosten werden nicht von der Krankenkasse erstattet.

Serologische Tests werden im Rahmen des Forschungsprojekts CON-VINCE eingesetzt, einer Prävalenzstudie, die serologische Test und diagnostische Tests kombiniert.

Achtung: Nach unserem jetzigen Wissensstand besagt ein positiver serologischer Test nicht mit Sicherheit, dass die betreffende Person gegen die Krankheit immun und nicht mehr ansteckend ist.

Kann ich mich im Rahmen der breit angelegten Studien einem Test unterziehen?

Zu einem Test sind Sie momentan ausschließlich dann zugelassen, wenn Sie Symptome des Covid-19 aufweisen, Kontakt zu einer Person mit bestätigter Infektion hatten oder als Testperson einer solchen Studie in einem bestimmten Bereich (Bau- oder Gesundheitssektor, Schüler) ausgewählt wurden.

Die Regierung hat umfangreiche Tests ab Ende Mai angekündigt.

 

Ist der Test freiwillig?

Ja, sowohl der diagnostische PCR-Text als auch der serologische Test sind freiwillig.

 

 

Wie kann ich an den groß angelegten Tests teilnehmen?

Sie erhalten per Post eine Einladung, um sich testen zu lassen. In diesem Brief finden Sie Informationen über das Verfahren, den Link zu www.covidtesting.lu und das Passwort, mit dem Sie online einen Termin vereinbaren können.

Sie können sich anschließend auf freiwilliger Basis in eine der 17 Teststationen begeben, um einen PCR Rachenabstrich durchzuführen. Dies ermöglicht es, festzustellen, ob Sie an COVID-19 erkrankt sind oder nicht.

Nach dem Test werden Sie per SMS über das Resultat informiert. Bei einem positiven Ergebnis werden Sie zusätzlich von der Gesundheitsbehörde kontaktiert, die Sie weiter begleiten wird.

BürgerInnen und GrenzgängerInnen, die zur Teilnahme an einem groß angelegten Test eingeladen werden, werden auf der Grundlage ihrer Zugehörigkeit zu einer repräsentativen Gruppe der Bevölkerung ausgewählt. Daher müssen Sie sich nicht selbst bezüglich der Teilnahme an der groß angelegten Vorsorgeuntersuchung an die Gesundheitsbehörden wenden, solange Sie keine Einladung erhalten haben.

Wenn Sie Symptome einer Atemwegsinfektion haben oder wenn Sie Zweifel über eine mögliche Kontamination mit COVID-19 haben, können Sie sich an Ihren Arzt wenden, eines der medizinischen Versorgungszentren (CSA) oder ein Labor aufsuchen.

An wen muss ich mich wenden, um herauszufinden, ob ich mit dem Coronavirus infiziert bin?

Wenn Sie Symptome einer Atemwegsinfektion aufweisen oder den Verdacht haben, sich mit COVID-19 angesteckt zu haben, können Sie sich an eines der medizinischen Versorgungszentren (Centres de soins avancés - CSA) oder ein privates Labor wenden.

Für den Test im Labor benötigen Sie eine ärztliche Verschreibung; zudem müssen Sie Ihre Sozialversicherungskarte sowie Ihren Personalausweis vorzeigen.

Sie brauchen keine ärztliche Verschreibung, um sich in ein CSA zu begeben.

Derzeit sind vier Zentren geöffnet:

  • auf dem Kirchberg in den Hallen der Luxexpo (10:00 - 18:00 Uhr);
  • in Esch/Belval in der Rockhal (10:00 - 18:00 Uhr);
  • in Ettelbrück in der Däichhal (10:00 - 18:00 Uhr);
  • in Grevenmacher im Kulturzentrum (9:00 - 12:00 Uhr);

Eine ärztliche Sprechstunde in einem CSA ist kostenfrei:  Sie müssen lediglich Ihre Sozialversicherungskarte sowie ihre Ausweispapiere vorzeigen.

Ich bin Grenzgänger; kann ich mich in Luxemburg einem Test unterziehen?

Ja, jeder, der bei einer hiesigen Krankenkasse versichert ist, kann sich testen lassen, wenn auf ihn einer der Fälle zutrifft, für die ein Test vorgesehen ist.

Können meine Kinder in Luxemburg getestet werden?

Ja, falls sie mit Ihnen in Luxemburg krankenversichert sind.

Kann mein Partner, meine Partnerin oder eine andere mit mir zusammenlebende Person sich in Luxemburg testen lassen?

Nein, es sei denn, diese Person ist in Luxemburg krankenversichert.

Kann ich eine Verschreibung eines französischen, belgischen oder deutschen Arztes vorlegen, um mich in Luxemburg testen zu lassen?

Ja, die ärztlichen Verschreibungen sind EU-weit anerkannt.

Wie verhalte ich mich, falls mein Test positiv ausfällt?

Das luxemburgische Gesundheitsamt benachrichtigt die Behörden des Heimatlandes, dass ein Einwohner positiv getestet wurde, damit die nötigen Maßnahmen getroffen werden können. Es gelten die Bestimmungen des Wohnsitzlandes.

 

 

Warum werden Scanner beim Verdacht auf COVID-19 eingesetzt?

Ab dem 30. März werden in Luxemburg vier spezielle Scanner (Computertomographen) eingesetzt für Patienten, die ernste Atembeschwerden aufweisen. COVID-19 verursacht in manchen Fällen eine beidseitige Lungenentzündung, die schnell tödlich sein kann, wenn sie nicht erkannt und behandelt wird.

Ein CT-Scan zeigt charakteristische COVID-19-Anzeichen und kann gegebenenfalls den Verdacht auf eine Lungenentzündung bestätigen, noch bevor das Ergebnis des Nasen- oder Rachenabstrichs vorliegt.

Empfehlungen des "Conseil scientifique"

Kann mein behandelnder Arzt einen Labortest auf COVID-19 verschreiben?

Ein auf ärztliche Verschreibung durchgeführter Labortest kann die Infektion identifizieren. Ihr Arzt ist am besten in der Lage, den Wert des Tests in Ihrem Fall zu beurteilen.

Wenn nötig, kontaktieren Sie Ihren Arzt per Telefon oder per Telekonsultation eConsult. Begeben Sie sich nicht in die Arztpraxis.

Wenn ich im Verdacht stehe an COVID-19 erkrankt zu sein und ein Test auf COVID-19 durchgeführt wird: wer erhält das Ergebnis?

Das Testergebnis wird über einen sicheren Kanal an den Arzt, der den Test angefordert hat, geschickt, der es dem Patienten unverzüglich mitteilt.  Das Ergebnis wird gemäß des Gesetzes vom 1. August 2018 über die Meldepflicht für bestimmte Krankheiten auch an die Gesundheitsinspektion übermittelt. Auf Wunsch des Patienten kann das Ergebnis auch an seinen behandelnden Arzt übermittelt werden.

Kann eine Bluttest das Vorhandensein des Virus nachweisen?

Nein. Derzeit kann die Coronavirus-Erkrankung nur über eine Analyse der Atemwegssekrete festgestellt werden.

Gibt es einen Impfstoff gegen COVID-19?

Zum jetzigen Zeitpunkt steht kein Impfstoff zur Verfügung. Forschungen laufen bereits.

MASSNAHMEN UND BEHANDLUNG

Ich bin positiv getestet worden, wie muss ich vorgehen?

Wenn Sie mit dem Virus infiziert sind und Ihr Gesundheitszustand es erlaubt, müssen Sie sich in eine zweiwöchige häusliche Isolierung begeben. Sie erhalten in den ersten Tagen Ihrer Isolierung zwei Sendungen des Gesundheitsamtes:

  • ein Set mit Masken, die Sie tragen müssen, sobald Sie mit anderen Personen in Kontakt kommen;
  • Erklärungen darüber, wie Sie verhindern, dass Sie andere Personen anstecken (die angemessenen Verhaltensweisen z. B.) sowie eine Verschreibung der Isolierung, die Ihnen als Bescheinigung der Arbeitsunfähigkeit dient.

Sie werden auch zu einer Fernbeobachtung eingeladen. Dazu können Sie sich freiwillig auf einer Webplattform mit dem Namen „Maela“ einschreiben, einem nationalen System, das die Beobachtung aus der Ferne erlaubt. So erfahren medizinische Teams, ob es Ihnen gut geht oder ob Sie gegebenenfalls Unterstützung benötigen.

Zwei Wochen lang können Sie jeden Tag einen Fragebogen beantworten, der von einem Expertenteam des Gesundheitsamtes ausgewertet wird.

Zu diesem Zweck ist eine Webseite eingerichtet worden mit folgender Adresse: www.suivicovid.lu.

Was bedeutet eine Isolationssmaßnahme?

Die Isolation gilt für Personen, die eine bestätigte Infektion mit COVID-19 haben.  Diese Maßnahme soll verhindern, dass die infizierte Person, die ansteckend ist, die Infektion auf ihre Umgebung überträgt.

Isolement_header

Die Isolation wird vom Arzt für mindestens 14 Tage nach dem Auftreten der Symptome verordnet. Während dieser Zeit der häuslichen Isolation muss der Kontakt mit anderen Personen vermieden werden und es muss eine chirurgische Maske getragen werden, wenn die infizierte Person sich in der Gegenwart anderer Personen befindet.

Was Sie und Ihre Familie beachten sollen, wenn Sie zuhause isoliert werden

Was bedeutet häusliche Quarantäne?

Eine Quarantäne gilt für Personen, die engen Kontakt hatten zu einer Person, die nachweislich infiziert ist (wenn man also mehr als 15 Minuten mit einer infizierten Person gesprochen hat, angeniest wurde oder ähnlich engen Kontakt hatte, usw.).

Autoquarantaine_header

Wer in Quarantäne ist, muss ab der Diagnose des bestätigten Falls sieben Tage zu Hause bleiben. Wenn nötig stellt das Gesundheitsamt (Inspection sanitaire) eine Bescheinigung für den Arbeitgeber aus. Während der Quarantäne muss der Kontakt zu anderen Menschen vermieden werden.

Am fünften Tag der Quarantäne sucht die betroffene Person ein selbst gewähltes Laboratorium auf zwecks Test auf COVID-19; die dazu nötige Verschreibung wird ihr zugesandt. Falls dieser Test negativ ausfällt, endet die Quarantäne nach dem siebten Tag, also zwei Tage nach dem Test.

In den sieben Tagen nach der Quarantäne muss die Person eine Selbstkontrolle durchführen und eine Maske tragen, sobald sie in Kontakt mit anderen Menschen ist. Sollten Symptome auftreten, muss sie sich ohne Verzug einem weiteren Text stellen und sich in Isolierung begeben.

Was müssen Sie beachten, wenn Sie sich in Quarantäne befinden?

Was bedeutet eine Selbstüberwachungsmaßnahme?

Die Selbstüberwachung dauert 14 Tage und gilt für Personen, die sich wahrscheinlich durch den Kontakt mit einer kranken Person mit dem Virus infiziert haben. Das Ziel der Selbstkontrolle besteht darin, Symptome einer Infektion zu erkennen, sobald sie auftreten.  Die Person, die sich selbst überwacht, misst zweimal täglich ihre Temperatur und stellt sicher, dass sie keine Atemprobleme oder Husten hat. Während der Selbstüberwachung können die normalen Aktivitäten fortgesetzt werden.

Welche Behandlung gibt es um eine COVID-19-Infektion zu bekämpfen?

Derzeit gibt es keine spezifische Therapie, die Forschungen laufen allerdings.  Die Behandlung ist daher hauptsächlich symptomatisch, d.h., sie ähnelt der bei Husten, Atemwegsbeschwerden oder erhöhter Körpertemperatur eingesetzten Behandlung.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt, keine Medikamente zu nehmen, auch nicht Antibiotika, weder als Vorbeugung noch zur Heilung der Krankheit.

Verschiedene Behandlungsmöglichkeiten werden im Rahmen von klinischen Studien getestet. So ist Luxemburg an einer europäischen Studie beteiligt, die „Discovery“ genannt wird und in sechs Ländern vier verschiedene Behandlungsmethoden untersucht. Die WHO unternimmt ihrerseits eine umfangreiche internationale klinische Versuchsstudie.

Das Gesundheitsministerium weist darauf hin, dass zahlreiche gefälschte Medikamente gegen COVID-19 im illegalen Onlinehandel angeboten werden. Der Kauf solcher Medikamente ist verboten und mit einem hohen Risiko verbunden.

Die Arzneimittelwechselwirkungen der Medikamente, die gegen COVID-19 eingesetzt werden, sind auf folgender Internetseite aufgeführt : www.covid19-druginteractions.org/.

 

DAS MANAGEMENT DER GESUNDHEITSKRISE

Mit welcher Strategie werden die Beschränkungen nach und nach aufgehoben?

Ziel der Regierung ist die stufenweise Aufhebung der Einschränkung, wobei große Vorsicht geboten ist, um eine zweite Welle der Epidemie zu vermeiden. So wurde zum Beispiel am 20. April 2020 die Arbeit auf den Baustellen wiederaufgenommen und die Recyclingzentren öffneten wieder. Die Geschäfte und die Schulen öffnen nach und nach ihre Türen im Mai :(Ministerium für Bildung, Kinder und Jugend)

Um diese schrittweise Öffnung zu ermöglichen, ist es unerlässlich,

  • jederzeit ausreichend Aufnahmekapazitäten in den Spitälern zu gewährleisten,
  • die Möglichkeit beizubehalten, im Falle einer stärkeren Verbreitung des Virus, wieder strengere Maßnahmen zu ergreifen,
  • während der schrittweisen Aufhebung der Einschränkungen die Entwicklung der Pandemie ständig zu überwachen,
  • sicherzustellen, dass ausreichend Erkennungstests verfügbar sind, und vor allem das Entwickeln von Tests zum Messen der Immunität in der Bevölkerung zu fördern.

Dies bedeutet ganz allgemein, dass alle Bürger unbedingt weiterhin

  • die Schutzmaßnahmen anwenden und diese mit spezifischen Vorgehensweisen verstärken, die das Risiko der unkontrollierten Verbreitung des Virus weitestgehend eindämmen – auch am Arbeitsplatz,
  • insbesondere die gefährdeten Personen schützen.

Strategie

Phase 2 

Vorläufige Gesundheitsempfehlungen (fr)

Warum hat die Regierung beschlossen, bestimmte Aktivitäten, Besuche, Demonstrationen und weiteres einzuschränken oder zu verbieten?

Unter Berücksichtigung der Entwicklung des Coronavirus COVID-19 in unseren Nachbarländern und auf dem Staatsgebiet ist es notwendig, zusätzliche Maßnahmen zu ergreifen, um die Ausbreitung des Virus in der Bevölkerung zu begrenzen und gefährdete Personen zu schützen. Es ist auch notwendig, das Organisationssystem des Gesundheitssystems anzupassen, um die Zunahme der mit dem Virus infizierten Menschen zu bewältigen. Die vorgeschlagenen Maßnahmen berücksichtigen die pathogene und ansteckende Natur des COVID-19-Virus.  In diesem Zusammenhang ist die Einhaltung von Abstandsregeln in zwischenmenschlichen Beziehungen eine der wirksamsten Maßnahmen zur Begrenzung der Verbreitung des Virus.

Auch auf internationaler Ebene hat sich die Situation geändert. So hat beispielsweise die Weltgesundheitsorganisation (WHO) am 11. März COVID-19 zu einer globalen Pandemie erklärt. Darüber hinaus veröffentlichte das Europäische Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) am 12. März eine neue Risikobewertung, in der die "Notwendigkeit sofortiger gezielter Maßnahmen" betont wurde, um die Auswirkungen der Pandemie abzuschwächen.  Nach dieser Einschätzung ist das Risiko schwerer Komplikationen für ältere Menschen und solche mit chronischen Krankheiten hoch.

Am 17. März, rief die Regierung den nationalen Notstand aus.

Darf ich weiterhin ältere Menschen in einer (Wohn-)Einrichtung besuchen?

Die Einschränkungen in den Einrichtungen für ältere Menschen sind angepasst worden, damit diese ihre Familien wiedersehen dürfen.

Der Leiter der Einrichtung entscheidet, ob ein Besuch von Angehörigen möglich ist oder nicht.

Zu einem solchen Besuch muss ein Termin vereinbart werden. Die Hygienevorschriften sind strikt einzuhalten. Der Besuch findet in einem zu diesem Zweck bereitgestellten Raum oder bei günstiger Witterung im Außenbereich statt.

Es muss im Voraus in der Einrichtung nachgefragt werden, ob und unter welchen Bedingungen Besuche erlaubt sind.

Weiter Informationen finden Sie hier :

Ministerium für Famile, Integration und die Großregion

Reprise des visites dans les structures pour personnes âgées dans la cadre du déconfinement progressif. Recommandations pour la prévention des infections à SARS-COV-2  (FR)

Recommandations CIPA (FR)

Was ändert nun in den Krankenhäusern?

Ab dem 4. Mai werden die medizinischen und chirurgischen Behandlungen sowie die Krankenpflege in den Krankenhäusern schrittweise wieder aufgenommen, und zwar auf Basis der vorrangigsten Bedürfnisse der Patienten. Ambulante Behandlungen dürfen nur unter strengen Bedingungen stattfinden, die Patienten werden aufgeteilt und müssen die Termine genau einhalten, um überfüllte Wartezimmer zu vermeiden.

Bis zum 3. Mai wurde das Personal in den Krankenhäusern vor allem für Notfälle eingesetzt. Um die Verbreitung des Virus in den Spitälern zu vermeiden, waren alle nicht unabdingbaren medizinischen und chirurgischen Behandlungen sowie die Krankenpflege verschoben worden.

Darf ich Familienangehörige im Krankenhaus besuchen?

Weil viele Patienten in den Spitälern zu den gefährdeten Personen gehören, sind Krankenbesuche momentan verboten. Sollte ein Besuch notwendig werden, müssen alle zum Schutz der Patienten notwendigen Maßnahmen getroffen werden.

Sind die Krankenhäuser auf viele Patienten vorbereitet?

Ja, die Krankenhäuser sind darauf vorbereitet. Alle seit Anfang der Krise getroffenen Vorkehrungen werden aufrechterhalten.

Was ist in der zweiten Phase der Lockerung der Maßnahmen erlaubt?

Die zweite Phase der Lockerung der Maßnahmen beginnt am 11. Mai.

Allgemein bleibt es verboten, sich untereinander zu treffen. Aber es ist erlaubt, bis zu sechs Gäste zu Hause zu empfangen, zusätzlich zu Ihren Mitbewohnern, unter der Bedingung, dass die Vorsichtsmaßnahmen eingehalten werden. 

Außerdem dürfen Sie sich auf öffentlichen Plätzen in Gruppen von höchstens zwanzig Menschen versammeln, wobei allerdings die Regeln der gegenseitigen Distanz und des Tragens der Maske eingehalten werden müssen. Diese Beschränkung auf zwanzig Personen gilt ebenfalls bei Hochzeiten bzw. „Pacs“-Feiern sowie Begräbnissen.

Sie dürfen sich unter freiem Himmel sportlich betätigen, allerdings ohne Zuschauer und nicht im Rahmen eines Wettbewerbs; dabei müssen angemessene Sicherheits-, Distanz- und Hygienevorschriften eingehalten werden. Duschen und Umkleidekabinen (zum Beispiel im Tennisverein) bleiben geschlossen. Es ist ebenfalls erlaubt, an verschiedenen von anerkannten Verbänden veranstalteten Sporttätigkeiten teilzunehmen; die betreffende Liste finden Sie hier:

Spielplätze, Sporthallen und Schwimmbäder bleiben für die Allgemeinheit geschlossen.

Die Geschäfte öffnen wieder, ebenso Frisör- und Schönheitssalons.

Außerdem sind kulturelle Einrichtungen wie Bibliotheken, Museen, Kunstgalerien und die Staatsarchive wieder öffentlich zugänglich. Sie dürfen sich ebenfalls zu Vorstellungen oder Tätigkeiten begeben, wenn dies per „Drive in“ in Ihrem Auto oder mit Ihrem Motorrad möglich ist. Kinosäle, Freizeit- und Erlebnisparks, Spielhallen, Kasinos und Messen bleiben jedoch geschlossen.

Restaurants und Gaststätten sind weiter geschlossen; dies gilt auch für Betriebskantinen, es sei denn, der räumliche Abstand von zwei Metern zwischen den Gästen ist gewährleistet. Nicht verboten sind Take-away, Drive-in oder Lieferungen nach Hause.

Hotels, Campingplätze und andere Beherbergungsmöglichkeiten bleiben geöffnet; geschlossen sind Hotelrestaurants und -bars. Zimmerservice und Take-away bleiben gestattet.

 

Für weitere Fragen zu COVID-2019 bitten wir Sie, die Websiten der luxemburger Regierung www.covid19.lu, des Europäischen Zentrums für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) www.ecdc.eu oder der Weltgesundheitsorganisation (WHO) www.who.int zu besuchen. 

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