Coronavirus: COVID-19

Aktueller Stand

(02.04.2020)

Auf COVID-19 positiv getestete Personen: 2.487

  • Einwohner: 2.099
  • Nichtansässige: 388

Anzahl der durchgeführten Tests seit Beginn der Krise: 20.092

Sterbefälle: 30 *

Nächstes Update:
03.04.2020 zwischen 17:30 - 18:00

                                      

(*ohne den Todesfall von 1 Person aus der Region Grand Est in Frankreich, die in Luxemburg hospitalisiert war)

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DAS CORONAVIRUS

Definition

Coronaviren (CoV) sind eine große Familie von Viren, die Symptome von der Erkältung bis hin zu ernsteren Erkrankungen wie dem Nahost-Atemwegssyndrom (MERS) und dem schweren akuten Atemwegssyndrom (SARS) verursachen. Ein neuartiges Coronavirus (nCoV) ist ein neuer Stamm des Coronavirus, der beim Menschen noch nicht identifiziert wurde.

COVID-19 ist die Infektionskrankheit, die durch das kürzlich entdeckte Coronavirus (SARS-CoV-2) verursacht wird. Dieses neue Virus und diese Krankheit waren vor dem Ausbruch in Wuhan, China, im Dezember 2019 unbekannt. 

Die COVID-19-Infektion bleibt in 80% der Fälle harmlos. Um jedoch die Ausbreitung unter der allgemeinen Bevölkerung zu verlangsamen und die gefährdeten und fragilen Bevölkerungsgruppen zu schützen, ist es wichtig eine Reihe von Vorkehrungen zu treffen.

Hierzu weitere Informationen und Richtlinien

Was ist eine Pandemie?

Obwohl es keine allgemeingültige Definition gibt, kann man sagen, dass eine Pandemie eine zunehmende und anhaltende Verbreitung einer außergewöhnlichen, ansteckenden Krankheit ist, die zusehends alle Teile der Welt und einen Großteil der Weltbevölkerung betrifft.

Am 11. März 2020 stufte die Weltgesundheitsorganisation WHO Covid-19 als Pandemie ein.

Wie überträgt sich das COVID-19-Coronavirus?

Die COVID-19-Infektion wird durch Personen übertragen, die das Virus in sich tragen. Die Krankheit kann von einer Person auf eine andere durch Atemtröpfchen, die beim Husten oder Niesen durch die Nase oder den Mund ausgestoßen werden, übertragen werden.

Diese Tröpfchen können einige Zeit auf Gegenständen oder Oberflächen im Umkreis der betroffenen Person verbleiben. Bei Berührung mit diesen Gegenständen oder Oberflächen und anschließender Berührung mit Augen, Nase oder Mund kann man sich mit COVID-19-anstecken. COVID-19 kann auch durch Einatmen von Tröpfchen einer erkrankten Person, die gerade gehustet oder geniest hat, übertragen werden. Daher ist es wichtig, sich mehr als zwei Meter von einer kranken Person entfernt zu halten und die grundlegenden Hygienemaßnahmen einzuhalten.

Ist COVID-19 beim Geschlechtsverkehr übertragbar?

COVID-19 ist keine sexuell übertragbare Krankheit. Da das Virus jedoch in den Atemsekreten vorhanden ist und durch direkten Kontakt von Person zu Person übertragen werden kann, stellt der Geschlechtsverkehr Bedingungen dar, die für eine Übertragung des Virus sehr günstig sind, wenn einer der Partner infiziert ist.

Können Haustiere COVID-19 übertragen?

Derzeit gibt es keine Hinweise darauf, dass Haustiere wie Hunde oder Katzen das neue Coronavirus übertragen können. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation ist der vorherrschende nachfolgende Übertragungsweg derjenige von Mensch zu Mensch.

Es ist jedoch immer ratsam, sich die Hände nach dem Kontakt mit Haustieren mit Wasser und Seife zu waschen. Dies schützt Sie vor verschiedenen Bakterien wie E. coli oder Salmonellen, die von Haustieren auf Menschen übertragen werden können. 

Menschen und Haustiere erkranken manchmal durch die gleichen Erreger. Deshalb sollten an Covid-19 erkrankte Personen keinen engen Kontakt zu ihren Haustieren pflegen und sie wenn möglich während der Dauer der Krankheit von einer anderen Person versorgen lassen.

SICH UND ANDERE SCHÜTZEN

Die Strategie der Regierung

Da in Europa und Luxemburg immer mehr Fälle auftreten und es klar geworden ist, dass die Ausbreitung des Virus in der Allgemeinbevölkerung nicht zu vermeiden ist, wurde die Bekämpfungsstrategie angepasst. Sie stützt sich nicht mehr auf formelle, präventive Quarantänemaßnahmen, sondern setzt auf Isolation, Selbstisolation und Selbstquarantäne. Ein größeres Gewicht wird auf den Schutz fragiler Bevölkerungsgruppen gelegt, die von schweren Komplikationen bedroht sind.

Wie soll ich mich verhalten, um das Risiko einer Ansteckung so klein wie möglich zu halten?

Bleiben Sie zu Hause. Direkte soziale Kontakte sollten auf ein Minimum beschränkt werden. Ausflüge sind auf die folgenden Aktivitäten beschränkt:

  • Erwerb von Lebensmitteln, Arzneimitteln und Grundbedarfsartikeln,
  • Erwerb von landwirtschaftlichen, weinbaulichen, gartenbaulichen und forstwirtschaftlichen Produkten,
  • der Besuch von Gesundheitseinrichtungen,
  • Weg zum Arbeitsplatz zur Ausübung der beruflichen Tätigkeit,
  • Hilfe und Pflege für ältere Menschen, Minderjährige, abhängige Personen, Menschen mit Behinderungen oder besonders gefährdete Personen,
  • Besuch der Sozialversicherungen bei einem Notfall,
  • Besuch von Finanz- und Versicherungsinstitutionen sowie Postämter, wenn es absolut notwendig ist,
  • Besuch der kommerziellen und handwerklichen Einrichtungen, welche in der Antwort auf die folgende Frage aufgezählt werden:
      "Welche geschäftlichen Aktivitäten werden weiterhin betrieben?"
  • aufgrund eines Falles von höherer Gewalt oder einer Notfallsituation,
  • Freizeitaktivitäten im Freien, vorausgesetzt diese werden alleine oder mit Personen aus dem gleichen Haushalt ausgeübt, ohne sich zu versammeln und unter Einhaltung eines  zwischenmenschlichen Abstands von 2 Metern.
Was muss ich tun, um mich zu schützen und eine Übertragung zu vermeiden?

Es sind die gleichen Vorsichtsvorschriften zu beachten wie bei jeder anderen Infektion der Atemwege.

  1. Das wichtigste: waschen Sie sich die Hände regelmäßig und gründlich. Die beste Art, sich die Hände zu waschen, finden Sie online unter http://www.sante.lu.
  2. Husten oder niesen Sie in ein Papiertaschentuch oder in den Ellbogen. Entsorgen Sie die Taschentücher in einen Abfallbehälter mit Deckel.
  3. Vermeiden Sie das Händeschütteln oder Küssen.
  4. Vermeiden Sie engen Kontakt mit kranken Menschen (halten Sie einen Abstand von mindestens 2 Metern ein).
  5. Bleiben Sie Zuhause, wenn Sie krank sind. Gehen Sie nicht zur Arbeit!
  6. Vermeiden Sie es so weit möglich, Ihr Gesicht mit den Händen zu berühren.
Wer sind die gefährdeten Personen?

Gefährdete Personen sind Personen, die über 65 Jahre alt sind oder bereits an einer der unten aufgelisteten Krankheiten leiden. Die betroffenen Krankheiten sind:

  • Diabetes
  • Kardiovaskuläre Erkrankungen
  • Chronische Atemwegserkrankungen
  • Krebs
  • Krankheits- oder therapiebedingte Immunschwäche
Ich bin eine gefährdete Person, was muss ich tun?

Bleiben Sie zu Hause.

Wenn Sie unbedingt rausgehen müssen, beachten Sie die folgenden Empfehlungen:

  • erledigen sie ihre Einkäufe außerhalb der Stoßzeiten;
  • erledigen Sie Ihre Einkäufe wenn möglich online, beispielsweise auf der Verkaufsplattform corona.letzshop.lu, die speziell für gefährdete Personen eingerichtet wurde (Hotline 8002 9292)  
  • vermeiden Sie Orte, an denen es nicht möglich ist, einen Sicherheitsabstand von 2 Metern einzuhalten.
  • vermeiden Sie den öffentlichen Transport.

Wenn Sie arbeiten müssen, sollten Sie Ihren Arzt per Telekonsultation kontaktieren. Auf diese Weise können Sie klären, ob Sie Ihre wirtschaftliche Tätigkeit fortsetzen können.

Schützen Sie sich vor dem Coronavirus, wie Sie es bei einer Grippe tun würden. Respektieren Sie die Vorsichtsmaßnahmen und vermeiden Sie schlecht belüftete Bereiche, in denen sich mehrere Personen aufhalten.

Stellt das neue Coronavirus ein Risiko für schwangere Frauen und für Föten dar?

Nach aktuellem Kenntnisstand scheint das SARS-CoV-2 kein spezifisches Risiko für schwangere Frauen darzustellen. Schwangere Frauen unterliegen demnach keinen Schutzmaßnahmen, die über die üblicherweise im Rahmen der Schwangerschaft empfohlenen Maßnahmen hinausgehen. 

Zum heutigen Zeitpunkt wird das Coronavirus nicht mit embryonalen Fehlentwicklungen oder dem Risiko einer Frühgeburt in Verbindung gebracht.

Quelle: ECDC: https://www.ecdc.europa.eu/en/novel-coronavirus-china/questions-answers

Quelle: CDC: https://www.cdc.gov/coronavirus/2019-ncov/specific-groups/pregnant-women-and-children.html

Darf ich weiterhin ältere Menschen in einer (Wohn-)Einrichtung besuchen?

Nein. Da sich sehr anfällige Menschen in diesen Strukturen aufhalten, sind Besuche und Ausflüge bis auf Weiteres verboten.

Die Direktoren der Strukturen können, je nach den Umständen, in Ausnahmefällen vom Verbot des Zugangsrechts abweichen und Verwandte und Familienmitglieder zulassen. Alle Personen, die die Räumlichkeiten betreten, müssen ihre Hände desinfizieren und die allgemeinen Hygienevorschriften beachten.

Wann ist eine Maske zu tragen?

Das Tragen einer Maske als Präventivmaßnahme wird von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) nicht empfohlen, um eine Kontamination mit dem COVID-19-Virus zu vermeiden.

Die WHO empfiehlt, dass Mitarbeiter des Gesundheitswesens, die selbst Atemwegsbeschwerden haben, eine chirurgische Maske tragen sollten, um eine Kontamination anderer zu vermeiden.

Der Einsatz von Spezialmasken (FFP2) zur Verhinderung einer Coronavirusinfektion ist nur in Krankenhäusern, in denen Coronavirus-infizierte Patienten behandelt werden und bei der Untersuchung des Körpermaterials dieser Patienten sinnvoll.

Das Tragen einer FFP2-Maske ist für das Gesundheitspersonal erforderlich, wenn ein Test (Nasenabstrich) an einem Patienten durchgeführt wird. Ebenso muss der Labortechniker beim Umgang mit den Atemwegsproben eine chirurgische Maske tragen,.

Ist das Tragen einer Maske für Personen mit einer Immunschwäche zum Schutz vor dem Coronavirus empfohlen?

Personen mit einer Immunschwäche schützen sich wie anfällige Personen. Nur Personen, denen der Arzt spezifische Schutzmaßnahmen (z.B. das Tragen einer Maske in einem Krankenhaus) verordnet, sollten diese Anweisungen befolgen.

Was tun bei Angstzuständen?

Die aktuelle Krise kann für die Menschen besonders besorgniserregend sein. Angst und Besorgnis können manchmal überwältigend sein, insbesondere in Fällen sozialer Isolation.

Wählen Sie zuverlässige Informationsquellen wie die Regierungswebsite gouvernement.lu und begrenzen Sie die Zeit, die Sie mit dem Konsum von Online-Medien verbringen (besuchen Sie diese Medien 1-2 Mal am Tag).

Seien Sie sich Ihrer Ängste bewusst. Merken Sie sich, wenn Sie ängstlich sind, und versuchen Sie zu verstehen, warum. Konzentrieren Sie sich auf das Hier und Jetzt, grübeln Sie nicht über Unsicherheiten.

Bleiben Sie ihrer gewohnten Routine treu.

Sprechen Sie mit Leuten, die gelassen sind.

Wenn Sie das Gefühl haben, dass Ihre Angst immer weiter zunimmt, dann melden Sie sich beispielsweise bei SOS Détresse (454545) oder bei der Hotline 8002 9090.   

Mit Stress umgehen (Englisch)

SYMPTOME UND ERKENNUNG

Welche Symptome treten auf?

Die Symptome variieren von einer mittelschweren bis zur schweren Atemwegsinfektion mit Fieber, Husten und Atembeschwerden. Ältere Menschen und Menschen mit bereits bestehenden chronischen Krankheiten scheinen anfälliger komplikationsgefährderter zu sein.

Die Inkubationszeit zwischen der Kontamination und dem Auftreten der ersten Symptome der COVID-19-Infektion beträgt höchstens 14 Tage.

So verhalten Sie sich richtig.

Was soll ich tun, wenn ich ein gesundheitliches Problem habe?

 

  • In dringenden Fällen rufen Sie immer die Notfallnummer 112 an!
  • Bei Zahnproblemen rufen Sie die Hotline 8002-8080 an. Dort werden Sie mit der diensthabenden zahnärztlichen Praxis in Ihrer Nähe verbunden.
  • Rufen Sie Ihren Hausarzt an oder kontaktieren Sie ihn per Telekonsultation (eConsult). Falls Sie eine gefährdete Person sind, sollten Sie auf die Telekonsultation zurückgreifen.
  • Sie können auch:
    • in ein medizinisches Versorgungszentrum (Centre de soins avancés, CSA) fahren, wo Sie ärztlich untersucht werden. Sie brauchen dazu keine ärztliche Überweisung. Sie werden im CSA untersucht, wenn Sie Symptome von Covid-19 haben oder bei anderen gesundheitlichen Problemen.
    • in die Notaufnahme eines Krankenhauses gehen, im Fall eines schwerwiegenden gesundheitlichen Problems.

 

Wie kann ich meinen Hausarzt aufsuchen?

Die in privater Praxis durchgeführten Aktivitäten beschränken sich auf die schwerwiegendsten oder dringlichsten Gesundheitsprobleme.

Die medizinische Telekonsultation wurde eingeführt. Dies bedeutet nicht unbedingt, dass die Arztpraxen von nun an geschlossen werden. Sie arbeiten aus der Ferne, um die Gesundheit der Patienten besser zu schützen.  

Ihr Arzt ist verpflichtet, Sie auf die für Sie bestmögliche Betreuung zu verweisen. Wenn er selbst nicht verfügbar ist, ist er verpflichtet, Sie an einen anderen Arzt zu überweisen, der die Kontinuität der Versorgung seiner Patienten gewährleistet.

 

Ich benötige einen Zahnarzt: An wen soll ich mich wenden?

Die Praxen der Zahnärzte sind geschlossen. Für Notfälle gibt es einen zahnärztlichen Bereitschaftsdienst, jeweils im Norden, im Zentrum und im Süden des Landes.

Im Notfall sollten Sie die Nummer 8002-8080 anrufen. Sie werden dann zum diensthabenden Zahnarzt in Ihrer Nähe weitervermittelt.

An wen muss ich mich wenden, um herauszufinden, ob ich Coronavirus habe?

Wenn Sie Symptome einer Atemwegsinfektion aufweisen oder den Verdacht haben, sich mit COVID-19 angesteckt zu haben, können Sie sich an eines der medizinischen Versorgungszentren (Centres de soins avancés - CSA) wenden. 

Sie brauchen keine ärztliche Verschreibung, um die CSA zu konsultieren.

Derzeit sind vier Zentren geöffnet:

  • auf dem Kirchberg in den Hallen der Luxexpo;
  • in Esch/Belval in der Rockhal;
  • in Ettelbrück in der Däichhal;
  • in Grevenmacher im Kulturzentrum.

Sie sind an jedem Tag der Woche von 8 Uhr morgens bis 20 Uhr abends geöffnet und ersetzen derzeit die örtlichen "Maisons médicales", die bisher Patienten mit Infektionssymptomen aufgenommen haben.

Eine ärztliche Sprechstunde in einem CSA ist kostenfrei:  Sie müssen lediglich Ihre CNS-Krankenversicherungskarte sowie ihre Ausweispapiere vorzeigen.

Warum werden Scanner eingesetzt zur Diagnose von Covid-19?

Ab dem 30. März werden in Luxemburg vier spezielle Scanner (Computertomographen) eingesetzt für Patienten, die ernste Atembeschwerden aufweisen.

Covid-19 verursacht in manchen Fällen eine beidseitige Lungenentzündung, die schnell tödlich sein kann, wenn sie nicht erkannt und behandelt wird. Ein CT-Scan ermöglicht eine genaue Diagnose, da eine durch Covid-19 hervorgerufene Lungenentzündung sich auf dem Röntgenbild deutlich von gewöhnlichen Lungenentzündungen unterscheidet.

Kann mein behandelnder Arzt einen Labortest für das SARS-CoV-2-Virus verschreiben?

Ein auf ärztliche Verschreibung durchgeführter Labortest kann die SARS-CoV-2-Infektion identifizieren. Dieser Test ist jedoch nutzlos, wenn keine Symptome vorhanden sind.  Ihr Arzt ist am besten in der Lage, den Wert des Tests in Ihrem Fall zu beurteilen.

Wenn nötig, kontaktieren Sie Ihren Arzt per Telefon oder per Telekonsultation eConsult. Begeben Sie sich nicht in die Arztpraxis.

Wenn ich im Verdacht stehe an COVID-19 erkrankt zu sein und ein Test auf COVID-19 durchgeführt wird: wer erhält das Ergebnis?

Das Testergebnis wird über einen sicheren Kanal an den Arzt, der den Test angefordert hat, geschickt, der es dem Patienten unverzüglich mitteilt.  Das Ergebnis wird gemäß des Gesetzes vom 1. August 2018 über die Meldepflicht für bestimmte Krankheiten auch an die Gesundheitsinspektion übermittelt. Auf Wunsch des Patienten kann das Ergebnis auch an seinen behandelnden Arzt übermittelt werden.

Kann eine Bluttest das Vorhandensein des Virus nachweisen?

Nein. Derzeit kann die Coronavirus-Erkrankung nur über eine Analyse der Atemwegssekrete festgestellt werden.

Gibt es einen Impfstoff gegen COVID-19?

Zum jetzigen Zeitpunkt steht kein Impfstoff zur Verfügung. Forschungen laufen bereits.

MASSNAHMEN UND BEHANDLUNG

Ich bin positiv getestet worden, wie muss ich vorgehen?

Wenn Sie mit dem Virus infiziert sind und Ihr Gesundheitszustand es erlaubt, müssen Sie sich in eine zweiwöchige häusliche Isolierung begeben. Sie erhalten in den ersten Tagen Ihrer Isolierung zwei Sendungen des Gesundheitsamtes:

  • ein Set mit Masken, die Sie tragen müssen, sobald Sie mit anderen Personen in Kontakt kommen;
  • Erklärungen darüber, wie Sie verhindern, dass Sie andere Personen anstecken (die angemessenen Verhaltensweisen z. B.) sowie eine Verschreibung der Isolierung, die Ihnen als Bescheinigung der Arbeitsunfähigkeit dient.
Was bedeutet eine Isolationssmaßnahme?

Die Isolation gilt für Personen, die eine bestätigte Infektion mit SARS-COV-2 haben.  Diese Maßnahme soll verhindern, dass die infizierte Person, die ansteckend ist, die Infektion auf ihre Umgebung überträgt.

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Die Isolation wird vom Arzt für mindestens 14 Tage nach dem Auftreten der Symptome verordnet. Während dieser Zäit der häuslichen Isolation muss der Kontakt mit anderen Personen vermieden werden und es muss eine chirurgische Maske getragen werden, wenn die infizierte Person sich in der Gegenwart anderer Personen befindet.

Was Sie und Ihre Familie beachten sollen, wenn Sie zuhause isoliert werden

Was bedeutet eine Selbstisolierungsmaßnahme?

Die Selbstisolierung gilt für Personen, die Krankheitssymptome haben, welche mit COVID-19 kompatibel sind, deren Infektion aber nicht bestätigt ist.   

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Sie sollten ab dem Auftreten der Symptome 7 Tage lang zu Hause bleiben und den Kontakt mit anderen Menschen möglichst vermeiden. Sobald die Symptome abgeklungen sind, sollte die betroffene Person weitere 24 Stunden zu Hause bleiben.

Was Sie beachten müssen, wenn Sie Fieber und Husten haben und zuhause bleiben

Was bedeutet eine Selbstquarantänemaßnahme?

Eine Selbstquarantäne gilt für Personen, die intimen Kontakt hatten oder die im gleichen Haushalt leben wie eine Person, deren Infektion bestätigt wurde.  

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Sie müssen ab der Diagnose des bestätigten Falls sieben Tage zu Hause bleiben.  Während dieser Zeit sollte der Kontakt zu anderen Menschen vermieden werden.  In den sieben Tagen nach einer Selbstquarantäne sollte eine Selbstkontrolle durchgeführt werden.

Wie Sie sich in Selbstquarantäne verhalten müssen.

Was bedeutet eine Selbstüberwachungsmaßnahme?

Die Selbstüberwachung dauert 14 Tage und gilt für Personen, die sich wahrscheinlich durch den Kontakt mit einer kranken Person mit dem Virus infiziert haben. Das Ziel der Selbstkontrolle besteht darin, Symptome einer Infektion zu erkennen, sobald sie auftreten.  Die Person, die sich selbst überwacht, misst zweimal täglich ihre Temperatur und stellt sicher, dass sie keine Atemprobleme oder Husten hat. Während der Selbstüberwachung können die normalen Aktivitäten fortgesetzt werden.

Welche Behandlung gibt es für eine COVID-19-Infektion zu bekämpfen?

Derzeit gibt es keine spezifische Therapie, die Forschungen laufen allerdings.  Die Behandlung ist daher hauptsächlich symptomatisch, d.h. sie ähnelt der bei Husten, Atemwegsbeschwerden oder erhöhter Körpertemperatur eingesetzten Behandlung.

Es gibt derzeit keinen wissenschaftlichen Beweis für einen Zusammenhang zwischen Ibuprofen und der Verschlimmerung der COVID-19-Infektion.

Wenn Sie Fieber haben, wird im Allgemeinen die Einnahme von Paracetamol empfohlen. Andererseits sollten Sie, wenn Sie derzeit Ibuprofen einnehmen, insbesondere bei einer chronischen Erkrankung, diese Behandlung nicht abbrechen, ohne dies mit Ihrem Arzt zu besprechen.

DAS MANAGEMENT DER GESUNDHEITSKRISE

Warum hat die Regierung beschlossen, bestimmte Aktivitäten, Besuche, Demonstrationen und weiteres einzuschränken oder zu verbieten?

Unter Berücksichtigung der Entwicklung des Coronavirus COVID-19 in unseren Nachbarländern und auf dem Staatsgebiet ist es notwendig, zusätzliche Maßnahmen zu ergreifen, um die Ausbreitung des Virus in der Bevölkerung zu begrenzen und gefährdete Personen zu schützen. Es ist auch notwendig, das Organisationssystem des Gesundheitssystems anzupassen, um die Zunahme der mit dem Virus infizierten Menschen zu bewältigen. Die vorgeschlagenen Maßnahmen berücksichtigen die pathogene und ansteckende Natur des COVID-19-Virus.  In diesem Zusammenhang ist die Einhaltung von Abstandsregeln in zwischenmenschlichen Beziehungen eine der wirksamsten Maßnahmen zur Begrenzung der Verbreitung des Virus.

Auch auf internationaler Ebene hat sich die Situation geändert. So hat beispielsweise die Weltgesundheitsorganisation (WHO) am 11. März COVID-19 zu einer globalen Pandemie erklärt. Darüber hinaus veröffentlichte das Europäische Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) am 12. März eine neue Risikobewertung, in der die "Notwendigkeit sofortiger gezielter Maßnahmen" betont wurde, um die Auswirkungen der Pandemie abzuschwächen.  Nach dieser Einschätzung ist das Risiko schwerer Komplikationen für ältere Menschen und solche mit chronischen Krankheiten hoch.

Am 17. März, rief die Regierung den nationalen Notstand auf

Welche Maßnahmen werden in Krankenhauseinrichtungen ergriffen?

Da viele Krankenhauspatienten anfällig sind, sind Besuche von Krankenhauspatienten bis auf Weiteres verboten. Für den Fall, dass ein Besuch erforderlich ist, müssen alle notwendigen Schutzmaßnahmen ergriffen werden um den Schutz der Patienten zu gewährleisten.

Der Krankenhaus-Betriebskontinuitätsplan soll aktiviert werden.

Der Urlaub des Gesundheitspersonals kann bei Bedarf gestrichen werden.

Krankenhäuser setzen ihr Personal in erster Linie für dringende und akute Aufgaben ein. Um das Risiko einer Verbreitung des Virus innerhalb von Krankenhäusern zu verringern, werden medizinische, chirurgische und pflegerische Tätigkeiten, die kurzfristig nicht notwendig sind, eingestellt. Mit COVID-19 infizierte Patienten, die keine schwerwiegenden Komplikationen (leichte Symptome) aufweisen, werden nach den empfohlenen Isolationsmaßnahmen zu Hause behandelt.

Sind unsere Krankenhäuser und Gesundheitsdienste auf viele Patienten vorbereitet?

Unsere Krankenhäuser sind vorbereitet. Für die Aufnahme von Patienten, die mit dem Coronavirus infiziert sind, gibt es einen Überweisungsdienst, den Nationalen Dienst für Infektionskrankheiten im CHL. Im Falle einer Ausbreitung der Epidemie sind andere Krankenhäuser ebenfalls vorbereitet, mit SARS-COV-2 infizierte Patienten aufzunehmen.

Welche Aktivitäten werden gestrichen oder stark eingeschränkt?

Einrichtungen welche Leute empfangen, Aktivitäten kultureller, sozialer, festlicher, sportlicher und freizeitlicher Art werden ausgesetzt. Spielplätze sind geschlossen.

In der Regel ist das Zusammenkommen von Menschen im öffentlichen Raum nicht erlaubt. Einzelpersonen können Freizeitaktivitäten im Freien ausüben, solange sie alleine bleiben. Ansonsten müssen sie den erforderlichen Abstand von zwei Metern zwischen den Personen einhalten.

Eine Gruppe von Personen, die unter demselben Dach leben, kann auch Freizeitaktivitäten im Freien ausüben. Da diese Personen im selben Haushalt leben, müssen sie diese Distanz nicht einhalten.  So können Eltern und Kinder sich zum Beispiel bei der Hand nehmen oder die Eltern können ihr Kind über die Straße tragen. Im Gegenzug müssen sie jedoch die Distanz von zwei Metern zu Menschen einhalten, die nicht mit ihnen zusammenleben.

Wenn die Eltern getrennt sind und das Besuchs- und Umgangsrecht für ihre Kinder haben und beide sorgeberechtigt sind, sind sie nicht an die Bewegungseinschränkungen gebunden. Dies betrifft die Dauer der Fahrten von einem Haushalt zum anderen.

Besitzer von Haustieren wie Katzen, Hunden, Pferden usw. können sich frei bewegen, um so für ihr Wohlbefinden zu sorgen. Wenn sich diese Tiere jedoch nicht zu Hause befinden, können die Besitzer dorthin gehen, wo das Tier untergebracht ist, um sich darum zu kümmern. Allerdings ist auch hier keine Versammlung von Personen erlaubt, der Abstand von mindestens 2 Metern muss eingehalten werden.

Kultur-, Freizeit- und Sporteinrichtungen sowie Restaurants und Cafés sind geschlossen. Gleiches gilt für Betriebskantinen, es sei denn, eine Distanz zwischen den Personen von 2 Metern wird eingehalten.

Drive Ins, Take Out und Lieferdienste dürfen weiterhin geöffnet bleiben.

Das Verbot gilt nicht für Hotels. Jedoch sind die Bars und Restaurants der Hotels, mit Ausnahme des Zimmerservice und dem Take Out, geschlossen.

Ich bin ein Freiwilliger – an wen kann ich mich wenden, um meine Hilfe anzubieten?

Die Registrierung für Freiwillige erfolgt über die Plattform www.govjobs.lu, um so die Verwaltung der nationalen Gesundheitsreserve zu optimieren. Die Registrierung ist für reglementierte Gesundheitsberufe obligatorisch. Der Aufruf richtet sich auch an Ärzte, die sich im Prozess der Spezialisierung befinden, an Studenten, Rentner und Personen, die sich in unbezahltem Sonderurlaub befinden.

Diese Plattform richtet sich ebenfalls an Freiwillige, die im Gesundheitsbereich Unterstützung leisten wollen (z.B. Verwaltungspersonal, Erzieher, Lebensbetreuer, Reinigungspersonal), und führt auch die entsprechenden Bedürfnisse gezielt an. Sie sind dazu eingeladen, auf govjobs.lu die Verstärkungsvorschläge auszumachen, die Ihren Fähigkeiten und Erfahrungen entsprechen, und Ihre Kontaktdaten sowie Ihre Verfügbarkeit über das Online-Formular mitzuteilen. Die unter dieser Rubrik veröffentlichten Verstärkungsvorschläge werden regelmäßig aktualisiert, zögern Sie also nicht, sie aufzurufen.

Für weitere Fragen zu COVID-2019 bitten wir Sie, die Websiten der luxemburger Regierung www.covid19.lu, des Europäischen Zentrums für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) www.ecdc.eu oder der Weltgesundheitsorganisation (WHO) www.who.int zu besuchen. 

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