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Blauer März: Darmkrebs-Früherkennung – ein einfacher Schritt, der Leben retten kann
Anlässlich des Blauen März, des Monats zur Sensibilisierung für Darmkrebs, erinnert die Gesundheitsbehörde an die Bedeutung der Früherkennung dieser Erkrankung, die zu den häufigsten Krebsarten in Luxemburg zählt.
Rund 300 Neuerkrankungen werden jedes Jahr im Land diagnostiziert. Darmkrebs betrifft sowohl Frauen als auch Männer und gehört weiterhin zu den häufigsten krebsbedingten Todesursachen – obwohl er häufig vermeidbar ist oder in einem frühen Stadium erkannt werden kann. Wird die Erkrankung frühzeitig festgestellt, sind die Behandlungsaussichten deutlich besser, was die Heilungschancen erhöht und die Belastung durch intensive Therapien verringert.
Das organisierte Darmkrebs-Früherkennungsprogramm (PDOCCR)
Das organisierte Darmkrebs-Früherkennungsprogramm richtet sich an Frauen und Männer im Alter von 45 bis 74 Jahren, die bei der Nationalen Gesundheitskasse (CNS) versichert sind, unabhängig davon, ob sie in Luxemburg wohnhaft sind oder nicht. Die Anspruchsberechtigten erhalten alle zwei Jahre eine Einladung zur Teilnahme am Screening. Auch nicht in Luxemburg wohnhafte, aber bei der CNS versicherte Personen können teilnehmen, indem sie sich an das Koordinationszentrum für Krebsfrüherkennungsprogramme wenden.
Das Screening basiert auf einem fäkalen immunochemischen Test (FIT) zum Nachweis von okkultem Blut im Stuhl. Der Test ist einfach anzuwenden und kann bequem zu Hause durchgeführt werden. Er erfordert weder besondere Vorbereitung noch spezielle Ernährungsvorgaben. Das Testkit kann kostenlos online über Guichet.lu, telefonisch beim Labor Bionext, in Apotheken oder – bei bereits registrierten Teilnehmenden – automatisch per Post bezogen werden. Nach Durchführung des Tests kann dieser per Post eingesendet oder in einem zugelassenen Probenentnahmezentrum abgegeben werden. Das Ergebnis wird direkt vom Labor übermittelt. Bei einem positiven Befund wird in Absprache mit der behandelnden Ärztin oder dem behandelnden Arzt gegebenenfalls eine diagnostische Koloskopie empfohlen.
Teilnahmerate am Programm
Im Jahr 2025 wurden 91.350 Personen zur Teilnahme eingeladen; 31.725 führten den Test durch. Von diesen Tests waren 30.259 negativ und 1.466 positiv. In letzteren Fällen waren weiterführende Untersuchungen, insbesondere eine Koloskopie, erforderlich, um das Vorliegen eines Karzinoms oder präkanzeröser Läsionen zu bestätigen oder auszuschließen.
Diese Zahlen zeigen, dass viele Menschen der Einladung zum Screening folgen, zugleich jedoch noch ein erheblicher Anteil erreicht werden muss, um eine breitere Abdeckung zu erzielen. Darmkrebs ist eine häufige Krebsart, die sich langsam entwickelt, oft ohne Schmerzen oder digestive Symptome, und aus sogenannten Polypen entsteht, die im Darm bluten können. Blutungen infolge eines Polypen oder eines Krebses sind mit bloßem Auge nicht sichtbar – genau hier setzt der FIT-Test an.
"Das Darmkrebs-Screening ist eine einfache, schnelle und zugängliche Maßnahme, die tatsächlich Leben retten kann. Im Zweifelsfall wenden Sie sich bitte an Ihre Hausärztin oder Ihren Hausarzt, um weitere Informationen zu erhalten", erklärt Martine Deprez, Ministerin für Gesundheit und soziale Sicherheit.
Pressemitteilung des Ministeriums für Gesundheit und soziale Sicherheit