Bezahlbarer Wohnraum: Einschreibung in das RENLA jetzt online über MyGuichet.lu möglich

Das Ministerium für Wohnungsbau und Raumentwicklung gibt bekannt, dass die Einschreibung in das Nationale Register für bezahlbaren Wohnraum (RENLA) ab sofort online über die Plattform MyGuichet.lu möglich ist. Diese neue Online-Funktion stellt einen wichtigen Fortschritt für Wohnungssuchende in Luxemburg dar und bietet ein vereinfachtes, zentralisiertes und jederzeit zugängliches Verfahren.

Eine einmalige Einschreibung für den Zugang zu bezahlbarem Mietwohnraum

Mit dem RENLA genügt künftig eine einzige Einschreibung, um landesweit berücksichtigt zu werden. Antragstellende müssen keine mehrfachen Anträge mehr bei verschiedenen sozialen Wohnungsanbietern einreichen, was die administrativen Verfahren deutlich vereinfacht und beschleunigt.

  • Für neue Einschreibungen erfolgt der gesamte Prozess online: Wohnungssuchende reichen ihren Antrag über MyGuichet.lu ein und wählen den sozialen Wohnungsanbieter aus, der für die Bearbeitung und Verwaltung ihres Antrags zuständig ist.
  • Für bereits eingeschriebene Personen ist kein weiterer Schritt erforderlich: Bestehende Anträge sind bereits im RENLA erfasst und werden weiterhin vom zuständigen sozialen Wohnungsanbieter betreut.

Zielgerichteterer Zugang zu bezahlbarem Wohnraum

Das RENLA ist ein zentrales nationales Register, das Personen mit Wohnsitz in Luxemburg erfasst, die auf der Suche nach bezahlbarem Mietwohnraum sind. Soziale Wohnungsanbieter können auf Bewerbungen zugreifen, die den Merkmalen der in ihrem Bestand verfügbaren Wohnungen entsprechen (Haushaltsgröße, Wohnungstypologie usw.). Auf Grundlage ihrer Vergabekriterien und der verfügbaren Kapazitäten können sie schneller und gezielter passenden Wohnraum anbieten.

"Mit dem RENLA verfügen wir erstmals über einen umfassenden Überblick über den Bedarf an bezahlbarem Wohnraum in Luxemburg. Über die Nachfrage hinaus bietet es auch eine bessere Sicht auf die Anzahl der verfügbaren Wohnungen, deren Größe und Verfügbarkeit. Dies ermöglicht ein besseres Verständnis und eine fundierte Analyse der Situation auf nationaler Ebene. Durch die einmalige Online-Einschreibung werden die Verfahren vereinfacht, wodurch der Zugang zu Wohnraum erleichtert und gerechter gestaltet wird und die Chancen für jede und jeden steigen, eine passende Wohnung zu finden.", erklärt der Minister für Wohnungsbau und Raumplanung, Claude Meisch.

Vereinfachte Unterstützung für Antragstellende

Das RENLA stellt einen bedeutenden Fortschritt im Bereich der administrativen Vereinfachung dar. Durch die Bündelung aller Anträge in einem einzigen Register entfällt die Notwendigkeit mehrfacher und oft wiederholter Verfahren, die für Wohnungssuchende mitunter mit Unsicherheit und zusätzlichem Aufwand verbunden waren. Gleichzeitig steigert das RENLA die Effizienz des gesamten Systems. Es ermöglicht eine schnellere Vermittlung zwischen verfügbarem Wohnraum und dem Bedarf der Haushalte, verkürzt die Bearbeitungszeiten und optimiert die Verwaltung der Dossiers. Darüber hinaus bedeutet es eine erhebliche Zeitersparnis für die sozialen Wohnungsanbieter, da die Nachverfolgung und Bearbeitung der Anträge erleichtert wird.

Ein strategisches Instrument für die Wohnungspolitik

Über die Verwaltung der Bewerbungen hinaus ist das RENLA ein wichtiges strategisches Instrument zur besseren Analyse des Wohnraumbedarfs in Luxemburg. Es bietet einen umfassenden Überblick über den Bestand an bezahlbarem Wohnraum, insbesondere hinsichtlich Typologie, geografischer Verteilung und Belegungsquote.

Diese Daten tragen dazu bei, zukünftige Bedarfe frühzeitig zu erkennen und Wohnlösungen zu entwickeln, die an die Entwicklung der Bevölkerung angepasst sind.

Aktuelle Situation (15. April 2026)

Zum Stand vom 15. April 2026 stellen sich die wichtigsten Kennzahlen wie folgt dar:

  • Rund 8.900 registrierte Bewerbungen von Wohnungssuchenden.
  • Die Zahl der verfügbaren Wohnungen liegt derzeit bei etwa 3.500 Einheiten. Der Registrierungsprozess aller Wohnungen wird in den kommenden Wochen abgeschlossen; danach wird sich die Gesamtzahl auf rund 4.300 erhöhen. Es ist zudem zu beachten, dass sich diese Zahl im Zeitverlauf verändern kann, da Einheiten hinzugefügt oder entfernt werden.

Angesichts der kontinuierlichen Entwicklung der Anträge sind die angegebenen Zahlen als Richtwerte zu verstehen.

Pressemitteilung des Ministeriums für Wohnungsbau und Raumentwicklung

Regierungsmitglied

MEISCH Claude

Datum des Ereignisses

15.04.2026