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Rote Warnstufe: Außergewöhnliche Hitzewelle bis Ende der Woche
Die Bewertungszelle für Unwetter- und Hochwasserrisiken (CERI), die sich am Montagmorgen getroffen hat, um die Wetterprognosen für die kommenden Tage zu prüfen und den Bereitschaftsstand der betroffenen Dienste zu bewerten, ruft die Bevölkerung erneut zur Wachsamkeit und zum Selbstschutz auf.
Außergewöhnlich hohe Temperaturen, die sich ab Mittwoch verstärken werden (Durchschnitt zwischen 35°C und 40°C), kombiniert mit Nächten, die kaum Abkühlung bringen, sowie dem Ausbleiben nennenswerter Niederschläge, machen diese Hitzewelle besonders belastend. Diese Wetterbedingungen können ein erhebliches Gesundheitsrisiko darstellen und zu Dehydrierung oder schweren Hitzschlägen führen (Symptome: Fieber über 40°C, heiße, rote und trockene Haut, Kopfschmerzen, Übelkeit, Schläfrigkeit, starker Durst, Verwirrtheit, Krampfanfälle, Bewusstlosigkeit, usw).
Darüber hinaus werden die Feierlichkeiten zum Nationalfeiertag zu einem hohen Besucheraufkommen und erhöhter Mobilität im ganzen Land führen, wodurch die Rettungs- und Gesundheitsdienste stärker beansprucht werden.
Die Kombination dieser Faktoren dürfte zu einer Zunahme der Einsätze und zu zusätzlichem Druck auf die Einsatzkapazitäten führen. In diesem Zusammenhang hat das Großherzogliche Feuerwehr- und Rettungskorps (CGDIS) in enger Abstimmung mit allen Partnern seine Maßnahmen verstärkt und bleibt während der gesamten Dauer der Feierlichkeiten und der Hitzewelle in erhöhter Einsatzbereitschaft.
Verstärkte Mobilisierung der Rettungs- und Gesundheitsdienste
Am Wochenende waren die Rettungsdienste bereits stark gefordert – aufgrund der hohen Temperaturen und der zahlreichen Veranstaltungen im ganzen Land. Die Behörden verfolgen weiterhin aufmerksam die operative und gesundheitliche Lage.
Das CGDIS hat landesweit ein verstärktes Einsatzdispositiv eingerichtet, um eine schnelle und effiziente Reaktion auf Notfälle zu gewährleisten. Diese außergewöhnliche Mobilisierung wird während der Feierlichkeiten sowie in den darauffolgenden Tagen fortgesetzt, da die Temperaturen im Laufe der Woche weiter steigen dürften.
Zudem weist das CGDIS darauf hin, dass aufgrund der ausgetrockneten Vegetation und der hohen Temperaturen ein stark erhöhtes Risiko für Vegetationsbrände besteht.
Im Gesundheitsbereich bleiben Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen ebenfalls in erhöhter Alarmbereitschaft. Angesichts der roten Warnstufe und der außergewöhnlich hohen Temperaturen empfiehlt die Gesundheitsdirektion besonders gefährdeten Personen dringend, sich tagsüber möglichst in kühlen oder klimatisierten Innenräumen aufzuhalten und ihre Bewegungen sowie Aktivitäten im Freien strikt auf das Notwendige zu beschränken.
Besonders gefährdet sind ältere Menschen, Menschen mit Behinderungen, Personen mit chronischen Erkrankungen oder psychischen Störungen, Personen, die regelmäßig Medikamente einnehmen, isolierte Menschen sowie Kleinkinder.
Außerdem wird empfohlen, während dieser Hitzeperiode auf Alkoholkonsum zu verzichten, da Alkohol das Risiko von Dehydrierung und hitzebedingten Beschwerden erhöht.
Angepasste Feierlichkeiten an die Wetterlage
Alle Partner, die an der Organisation und Absicherung der Nationalfeiertagsfeierlichkeiten beteiligt sind, haben ihre Maßnahmen an die erwarteten außergewöhnlichen Wetterbedingungen angepasst.
Besonderes Augenmerk gilt der Prävention hitzebedingter Risiken, der Information der Öffentlichkeit, der Bereitstellung von Wasserstellen sowie dem Schutz besonders gefährdeter Personen. Rettungsdienste, Sicherheitskräfte, lokale Behörden und Veranstalter arbeiten eng zusammen, um einen sicheren Ablauf der Feierlichkeiten zu gewährleisten.
Die Behörden rufen die Bevölkerung dazu auf, die Feierlichkeiten verantwortungsbewusst, solidarisch und respektvoll zu genießen.
Verhaltenshinweise
Die Behörden erinnern an folgende Empfehlungen:
- Viel und regelmäßig Wasser trinken (mindestens 1,5 Liter pro Tag)
- Während der heißesten Stunden (11:00–21:00 Uhr) möglichst nicht nach draußen gehen
- Rollläden, Vorhänge und Fenster tagsüber geschlossen halten, nachts lüften
- Kopf im Freien bedecken
- Leichte Kleidung tragen
- Körperliche Aktivitäten einschränken
- Ventilatoren oder Klimaanlagen nutzen
- Sich bevorzugt in kühlen oder klimatisierten Räumen aufhalten
- Körper mehrmals täglich abkühlen (z. B. duschen, besprühen)
- Regelmäßig Kontakt zu gefährdeten Personen halten und sie unterstützen
Verstärkte nationale Koordination
Der gemeinsame Einsatzleitstab (PCO‑C), der im Nationalen Krisenzentrum in Senningen aktiviert wird, gewährleistet eine verstärkte Koordination aller beteiligten Dienste.
Er setzt sich insbesondere aus CGDIS, Police grand-ducale, der Gesundheitsdirektion, der Stadt Luxemburg, der luxemburgischen Armee und dem Hochkommissariat für nationale Sicherheit zusammen. Er überwacht die Lage in Echtzeit, koordiniert die eingesetzten Mittel und sorgt für eine kohärente und effiziente Reaktion auf die Herausforderungen durch Hitzewelle und Nationalfeiertag.
Die CERI wird die Entwicklung der Lage in den nächsten Tagen weiterhin aufmerksam verfolgen.
Die Behörden wünschen allen schöne Feierlichkeiten zum Nationalfeiertag und danken der Bevölkerung für ihren Verantwortungsbewusstsein und ihre Solidarität.
Weitere Informationen : www.infocrise.lu ; www.lu-alert.lu ; Urgences et gardes - Portail Santé - Luxembourg ; http://santesecu.lu/canicule
Teilnehmer an der CERI : Haut-Commissariat à la protection nationale (HCPN), MeteoLux, Direction de la santé, Corps grand-ducal d’incendie et de secours (CGDIS), Police grand-ducale, Armée luxembourgeoise, ministère de l’Education nationale, de l’Enfance et de la Jeunesse, Ville de Luxembourg, Administration des Douanes et Accises, Inspection du Travail et des Mines
Mitgeteilt von der CERI