Hitzeperioden: Die richtigen Verhaltensweisen zum Schutz von Säuglingen

Bei Hitzeperioden gehören Säuglinge zu den besonders gefährdeten Personengruppen. Ihr Organismus kann die Körpertemperatur weniger effizient regulieren, sie schwitzen weniger und können rasch dehydrieren.

Gefährliche Situationen vermeiden

Die Gesundheitsbehörde erinnert daran, dass ein Baby niemals allein in einem Auto zurückgelassen werden darf – auch nicht für wenige Minuten. Die Temperatur im Fahrzeuginneren kann sehr schnell ansteigen und gefährliche, sogar lebensbedrohliche Werte erreichen, selbst wenn die Fenster leicht geöffnet sind.

Ebenso wichtig ist es, ein Kind niemals in einem Kinderwagen oder einer Babyschale der direkten Sonneneinstrahlung auszusetzen. Zudem sollte ein Kinderwagen niemals mit einer Decke oder einem Tuch abgedeckt werden, da dies die Luftzirkulation verhindert und zu einem Wärmestau führen kann.

Flüssigkeitszufuhr: Bedarf dem Alter anpassen

Bei hohen Temperaturen müssen Säuglinge möglicherweise häufiger gefüttert werden.

Vor dem 6. Lebensmonat:

  • Ausschließlich gestillte Babys benötigen in der Regel kein zusätzliches Wasser. Es wird empfohlen, häufiger die Brust anzubieten. Stillende Mütter sollten außerdem darauf achten, ausreichend zu trinken.
  • Bei Säuglingen, die mit Säuglingsnahrung ernährt werden, können bei Bedarf zusätzliche Mahlzeiten angeboten werden.
  • Nach dem 6. Lebensmonat: Zwischen den Mahlzeiten können regelmäßig kleine Mengen Wasser angeboten werden.

Das Baby kühl halten

Um die Auswirkungen der Hitze zu begrenzen, wird empfohlen:

  • sich bevorzugt an kühlen und schattigen Orten aufzuhalten;
  • direkte Sonneneinstrahlung zu vermeiden, insbesondere bei Babys unter zwölf Monaten;
  • leichte Kleidung, vorzugsweise aus Baumwolle, zu wählen;
  • dem Baby ein lauwarmes Bad zu geben oder den Nacken, die Stirn oder die Handgelenke vorsichtig mit einem lauwarmen feuchten Tuch zu kühlen.

Es wird davon abgeraten, Eis direkt auf die Haut eines Säuglings aufzubringen, da dies zu Hautschäden führen und Schüttelfrost auslösen kann, wodurch die Wärmeproduktion des Körpers zusätzlich angeregt wird.

Sicher schlafen – auch bei Hitze

Auch während Hitzeperioden sind die Regeln für einen sicheren Schlaf weiterhin von großer Bedeutung. Es wird empfohlen, das Baby leicht zu kleiden und auf dicke Decken, Bettdecken, Kissen, Stofftiere oder andere Gegenstände im Bett zu verzichten, da diese die Wärmeabgabe behindern und eine Überhitzung begünstigen können.

Warnzeichen erkennen

Eltern sollten auf Anzeichen achten, die auf eine Dehydrierung oder hitzebedingte Probleme hinweisen können:

  • weniger nasse Windeln als gewöhnlich;
  • trockener Mund oder trockene Lippen;
  • starke Müdigkeit, das Baby ist sehr schläfrig oder reagiert weniger;
  • schwer zu beruhigendes Weinen;
  • heiße, rote oder sehr trockene Haut;
  • schnelle Atmung;
  • Fieber oder Erbrechen;
  • keine Tränen beim Weinen.

Treten diese Anzeichen auf, insbesondere ausgeprägte Schläfrigkeit oder Fieber, wird empfohlen, umgehend ärztlichen Rat einzuholen.

Weitere Informationen und Präventionstipps bei großer Hitze finden Sie unter: santesecu.lu/canicule

Pressemitteilung des Ministeriums für Gesundheit und soziale Sicherheit