Trinkwasserversorgung: Wachsamkeitsphase und verstärkter Aufruf zum Wassersparen

Angesichts der anhaltenden Hitze, der ausbleibenden Niederschläge und des steigenden Trinkwasserverbrauchs kündigt die Wasserwirtschaftsverwaltung (Administration de la gestion de l'eau – AGE) die Ausrufung der Wachsamkeitsphase an.

Diese Entscheidung wurde in Abstimmung mit den wichtigsten Trinkwasserversorgern des Landes getroffen. Sie dient dazu, die verfügbaren Wasserreserven zu schonen und die Trinkwasserversorgung der Bevölkerung in den kommenden Wochen sicherzustellen.

Aktuelle Lage

Seit mehreren Wochen ist Luxemburg von hohen Temperaturen und einem Niederschlagsdefizit betroffen. Dies führt zu einem deutlichen Anstieg des Trinkwasserverbrauchs.

Mehrere Trinkwasserversorger sehen sich inzwischen mit einer zunehmenden Belastung ihrer Versorgungsinfrastruktur konfrontiert. Die Einleitung der Wachsamkeitsphase auf nationaler Ebene ist eine vorbeugende Maßnahme, um eine weitere Verschärfung der Lage zu verhindern.

Nicht notwendige Trinkwassernutzung bereits jetzt einschränken

Um die Trinkwasserreserven zu schonen, ruft das Wasserwirtschaftsamt Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen sowie Gemeinden dazu auf, nicht notwendige Verwendungen von Trinkwasser einzuschränken.

Mit der Einleitung der Wachsamkeitsphase wird der bereits im Juni veröffentlichte Aufruf zum Wassersparen nochmals verstärkt. Alle sind aufgerufen, Trinkwasser noch verantwortungsbewusster zu nutzen – insbesondere indem auf das Bewässern von Rasenflächen verzichtet, die Bewässerung von Gärten auf das unbedingt notwendige Maß und auf die kühleren Tageszeiten beschränkt, die Duschdauer verkürzt, undichte Leitungen rasch repariert sowie wasserverbrauchende Haushaltsgeräte nur bei voller Beladung genutzt werden.

Ausführliche Empfehlungen zum Wassersparen finden Sie unter www.waasser.lu.

Trinkwasser für vorrangige Nutzungen sichern

Trinkwasser ist ein lebenswichtiges Gut und muss in erster Linie den grundlegenden Trinkwasserbedarf der Bevölkerung decken.

Die Anstrengungen aller tragen dazu bei, den Druck auf die Trinkwasserversorgungsinfrastruktur zu verringern und das Risiko weitergehender Einschränkungen zu begrenzen, falls die derzeitigen Wetterbedingungen anhalten sollten.

Mobilisierung der Trinkwasserversorger

Die Gemeinden und Trinkwasserverbände verfolgen die Entwicklung der Lage aufmerksam und setzen auf lokaler Ebene die erforderlichen Maßnahmen um.

Je nach Entwicklung der verfügbaren Wasserressourcen können einzelne Gemeinden per Gemeindeverordnung verbindliche Maßnahmen erlassen. Bürgerinnen und Bürger werden gebeten, die Anweisungen ihrer Gemeinde zu befolgen. Andernfalls drohen Geldbußen.

Fließgewässer schützen

Die Trockenheit und die hohen Temperaturen beeinträchtigen auch die Fließgewässer, deren Wasserführung derzeit besonders gering ist.

Zum Schutz der Gewässer bleibt die Wasserentnahme aus Fließgewässern und sonstigen oberirdischen Gewässern im Großherzogtum – mit Ausnahme der Mosel und vorbehaltlich besonderer Bestimmungen in ministeriellen Erlassen – bis auf Weiteres untersagt.

Pressemitteilung des Wasserwirtschaftsamtes

Organisation

Wasserwirtschaftsamt

Datum des Ereignisses

10.07.2026