Brand im Hohen Venn in Belgien: Luxemburger Behörden beobachten die Lage und geben Empfehlungen an die Bevölkerung

Aufgrund des derzeitigen Brandes im Hohen Venn im Osten Belgiens kann es in mehreren Teilen Luxemburgs zu Rauch- und starkem Brandgeruch kommen. Die Wetterbedingungen begünstigen die Ausbreitung des Rauchs über das unmittelbar vom Brand betroffene Gebiet hinaus.

Um die Entwicklung der Lage und ihre möglichen Auswirkungen auf Luxemburg zu bewerten, ist am Sonntagnachmittag ein interministerieller Bewertungsstab zusammengetreten. Die Luxemburger Behörden beobachten die Lage in Abstimmung mit den zuständigen Stellen aufmerksam und stehen weiterhin mit den belgischen Behörden in Kontakt.

Zum jetzigen Zeitpunkt wurden keine erheblichen gesundheitlichen Auswirkungen auf die Bevölkerung festgestellt. Das Einatmen von Rauch kann jedoch die Atemwege reizen und zu Atembeschwerden führen, insbesondere bei empfindlichen Personen.

Die weitere Entwicklung der Lage in Luxemburg hängt insbesondere von den Wetterbedingungen und der Windrichtung ab. Den aktuellen Vorhersagen zufolge wird der Wind ab dem Abend allmählich aus Norden wehen. Dies könnte die Ausbreitung des Rauchs und die betroffenen Gebiete verändern.

Empfehlungen an die Bevölkerung

Personen, die Rauch wahrnehmen oder sich durch Brandgeruch beeinträchtigt fühlen, wird vorsorglich empfohlen:

  • Türen und Fenster geschlossen zu halten;
  • die Belastung durch Rauch möglichst zu begrenzen und bei starkem Geruch oder starker Rauchentwicklung längere körperliche Aktivitäten im Freien zu vermeiden;
  • Lüftungs- oder Belüftungsanlagen, die Außenluft zuführen, vorübergehend auszuschalten, wenn dadurch Rauch in die Wohnräume gelangen kann;
  • besonders auf gefährdete Personen zu achten, insbesondere auf Säuglinge und Kleinkinder, ältere Menschen, Schwangere sowie Personen mit Atemwegs- oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen;
  • die Informationen und Empfehlungen der Luxemburger Behörden über die offiziellen Kanäle zu verfolgen.

Sobald die Geruchsbelästigung oder die Rauchentwicklung nachgelassen hat, wird empfohlen, die Räume wieder zu lüften, sofern die äußeren Bedingungen dies zulassen. Je nach Entwicklung der Windverhältnisse können die Beeinträchtigungen auch zeitweise auftreten.

Diese Empfehlungen entsprechen insbesondere den Vorsichtsmaßnahmen, die die belgischen Behörden für die von Rauch betroffenen Gebiete bekannt gegeben haben.

Notruf nur in Notfällen wählen

Es wird außerdem darauf hingewiesen, dass Brandgeruch infolge des Brandes allein keinen Notruf rechtfertigt, sofern keine unmittelbare Gefahr besteht.

Wenn Sie hingegen einen Brand, eine gefährliche Situation oder eine Person in Not feststellen, wählen Sie unverzüglich die 112.

Die Luxemburger Behörden beobachten die Lage und ihre mögliche Entwicklung in Luxemburg weiterhin aufmerksam. Neue Informationen oder Empfehlungen werden bei Bedarf über die offiziellen Kanäle bekannt gegeben.

Weitere Informationen: APP Meng Loft; www.emwelt.lu; www.infocrise.lu; www.lu-alert.lu; www.meteolux.lu.
Teilnehmende Behörden:
Umweltverwaltung; Großherzogliches Feuerwehr- und Rettungscorps (CGDIS); Gesundheitsbehörde; Hochkommissariat für nationale Sicherheit (HCPN); MeteoLux.

Pressemitteilung des interministeriellen Bewertungsstabs