Brand im Hohen Venn (Hautes Fagnes): Aktuelle Lage in Luxemburg und Aufrechterhaltung der Vorsichtsmaßnahmen

Der interministerielle Bewertungsstab ist heute Morgen zusammengetreten, um die Entwicklung der Lage im Zusammenhang mit dem Brand im Hohen Venn (Hautes Fagnes) in Belgien zu bewerten. Bereits am Samstag, dem 15. August, wurden im Ausland Überschreitungen des täglichen Informationsschwellenwerts für Feinstaub (PM10) festgestellt, während dieser Schwellenwert in Luxemburg zu dem Zeitpunkt noch nicht überschritten wurde. Im Laufe des Abends sind die Konzentrationen jedoch angestiegen. Mittlerweile wurde der PM10-Tagesmittelwert auch in Luxemburg überschritten. Daher sollten die gestern empfohlenen Vorsichtsmaßnahmen weiterhin beachtet werden.

In Luxemburg können in mehreren Regionen des Landes örtlich weiterhin Rauch und Brandgeruch wahrgenommen werden. Der Brand wirkt sich zudem vorübergehend auf die Luftqualität aus.

Luftqualität

Der Rauch des Brandes im Hohen Venn hat zu einem Anstieg der Feinstaubkonzentrationen in Luxemburg geführt.

Die Alarmschwelle für PM10 wird an diesem Montag, dem 17. August, überschritten. Ab Dienstag wird mit einem allmählichen Rückgang der Konzentrationen gerechnet. Örtlich besteht jedoch weiterhin das Risiko einer Überschreitung des Tagesmittelwerts von 50 µg/m³.

Nach den hohen Werten, die am Wochenende und zu Beginn dieser Woche gemessen wurden, dürfte sich die Lage in den kommenden Tagen allmählich verbessern. Örtlich können jedoch weiterhin erhöhte Konzentrationen auftreten.

Die Behörden beobachten die Lage weiterhin aufmerksam und werden bei Bedarf neue Empfehlungen bekannt geben.

Entwicklung der Wetterlage

Die Lage im Zusammenhang mit dem Transport von Rauch und Feinstaub nach Luxemburg dürfte sich weiter allmählich verbessern. Den Wettervorhersagen zufolge wird der Wind ab morgen früh deutlich auf Nordwest bis West drehen. Anschließend wird er aus westlicher bis südwestlicher Richtung wehen. Diese Wetterlage dürfte mindestens bis einschließlich Donnerstag anhalten.

Diese Entwicklung dürfte dazu beitragen, dass sich der Rauch besser verteilt und seine Auswirkungen auf Luxemburg schrittweise abnehmen. Örtlich können in den kommenden Tagen jedoch weiterhin Brandgeruch oder Rauch wahrgenommen werden.

Vorsichtsmaßnahmen weiterhin beachten

Die Luxemburger Behörden verfolgen die Lage weiterhin aufmerksam und intensivieren ihre Überwachung in enger Abstimmung mit den belgischen Behörden und den zuständigen Stellen. Die Entwicklung der Wetterbedingungen, insbesondere Windrichtung und Windstärke, bleibt für die Ausbreitung des Rauchs in den kommenden Stunden von entscheidender Bedeutung.

Vorsorglich gelten weiterhin die gestern mitgeteilten Empfehlungen für Personen, die Rauch wahrnehmen oder sich durch Brandgeruch beeinträchtigt fühlen:

  • Türen und Fenster geschlossen halten;
  • die Belastung durch Rauch so weit wie möglich begrenzen;
  • bei starkem Rauch oder Brandgeruch längere körperliche Aktivitäten im Freien vermeiden;
  • gegebenenfalls berufliche Tätigkeiten, die mit starker körperlicher Anstrengung verbunden sind, bei starkem Rauch oder Brandgeruch einschränken;
  • Lüftungsanlagen, die Außenluft zuführen, bei Bedarf vorübergehend ausschalten;
  • besonders auf gefährdete Personen achten, insbesondere auf Säuglinge und Kleinkinder, ältere Menschen, Schwangere sowie Personen mit Atemwegs- oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen;
  • die Informationen und Empfehlungen der Luxemburger Behörden über die offiziellen Kanäle verfolgen.

Passen Sie diese Empfehlungen an die jeweilige Situation an: Wenn es in Innenräumen sehr heiß ist, achten Sie darauf, regelmäßig zu trinken und eine Überhitzung Ihrer Wohnung zu vermeiden. Lüften Sie, sobald sich die Bedingungen im Freien verbessern.

Besonders gefährdete Personen sollten erhöhte Vorsicht walten lassen, da sie empfindlicher auf die Auswirkungen von Rauch und Feinstaub reagieren können. Bei Symptomen oder Atembeschwerden sollten sie sich an ihre Hausärztin oder ihren Hausarzt wenden.

Folgende Maßnahmen können ebenfalls zu einer Verbesserung der Luftqualität beitragen:

  • öffentliche Verkehrsmittel bevorzugen;
  • Fahrgemeinschaften bilden;
  • auf die Nutzung offener Kamine verzichten.

Sobald die Bedingungen im Freien es zulassen und Brandgeruch oder Rauch nachgelassen haben, wird empfohlen, die Räume wieder zu lüften. Je nach Entwicklung der Wetterlage und Windrichtung können die Beeinträchtigungen jedoch örtlich und vorübergehend erneut auftreten.

Überwachung der Luftqualität

 Damit die Öffentlichkeit die Entwicklung der Lage verfolgen kann, sind die in Luxemburg gemessenen Feinstaubkonzentrationen (PM10 und PM2,5) im Stundenmittel online abrufbar: https://environnement.public.lu/fr/loft/air/mesures/mesures-actuelles.html Diese über jeweils eine Stunde gemittelten Werte stellen die aktuellsten verfügbaren Daten zur Luftqualität dar. Die App "Meng Loft" zeigt die Werte über einen Zeitraum von 24 Stunden an.

 Weitere Informationen

https://environnement.public.lu/fr/loft/air/mesures/mesures-actuelles.html - APP Meng Loft - www.emwelt.lu - www.infocrise.lu - www.lu-alert.lu - www.meteolux.lu

 Teilnehmende Behörden:

Umweltamt; Luxemburger Veterinär- und Lebensmittelverwaltung (ALVA); Großherzogliches Feuerwehr- und Rettungskorps (CGDIS); Gesundheitsbehörde; Hochkommissariat für nationale Sicherheit (HCPN); Gewerbe- und Grubenaufsichtsamt (ITM); MeteoLux; Ministerium für Bildung, Kinder und Jugend; Ministerium für Familie, Solidarität, Zusammenleben und Unterbringung von Flüchtlingen.

Pressemitteilung des interministeriellen Bewertungsstabs