Konferenz zur Zukunft Europas

Die Konferenz zur Zukunft Europas bietet Bürgern in ganz Europa die Möglichkeit, ihre Erwartungen an die Europäische Union zu äußern und ihre Ansichten zu zukünftigen Entwicklungen darzulegen. Die offizielle Einführung erfolgte am 9. Mai 2021, dem Europatag.

Diese Konferenz bietet den europäischen Bürgern ein neues öffentliches Forum für eine offene, inklusive und transparente Debatte über die Prioritäten und Herausforderungen Europas. Alle Europäer, Interessenvertreter und Vertreter der Zivilgesellschaft sind eingeladen, ihre Erwartungen an die Europäische Union zu äußern. Beiträge auf europäischer, nationaler, regionaler und lokaler Ebene können in die Debatte zur Zukunft Europas einfließen.

Die luxemburgische Regierung ist sich der Bedeutung der europäischen Debatte mit den Bürgern bewusst und unterstützt diese Initiative ausdrücklich, welche die Bürgerkonsultationen, die vor den Europawahlen 2019 stattgefunden haben, fortsetzt.

Hintergrund

In einer gemeinsamen Erklärung, die am 10. März 2021 unterzeichnet wurde, laden die Präsidenten der Europäischen Kommission, des Europäischen Parlaments und des Rates der EU die Europäer ein, an der Konferenz zur Zukunft Europas teilzunehmen und sich zu äußern:

  • über die gewünschte Richtung, die die Europäische Union einschlagen soll;
  • über die in allen Bereichen verfolgte Politik;
  • über ihre Erwartungen an die Union.

Wie kann ich mitmachen?

Um Ihre Beiträge einzureichen oder Ihre Veranstaltung anzumelden, nutzen Sie die digitale und interaktive Plattform der Konferenz zur Zukunft Europas!

Die digitale Plattform ist das zentrale Element der Konferenz zur Zukunft Europas. Sie gibt den Bürgern die Möglichkeit, sich zu äußern, mitzuteilen, in welchem Europa sie leben wollen und dessen Zukunft mitzugestalten. Alle Bürger werden ermutigt, sich über die Plattform einzubringen.

Die Plattform bietet außerdem Informationen über die Struktur und die Arbeiten der Konferenz. Sie steht allen Europäern sowie allen EU-Institutionen und -Einrichtungen, nationalen Parlamenten, nationalen und lokalen Behörden und der Zivilgesellschaft zur Verfügung.

"Die Zukunft liegt in Ihren Händen"

Die Plattform ist um mehrere Hauptthemen herum strukturiert:

  • Klimawandel und Umwelt;
  • Gesundheit;
  • Eine stärkere und gerechtere Wirtschaft; soziale Gerechtigkeit und Beschäftigung;
  • Die EU in der Welt;
  • Werte und Rechte; Rechtsstaatlichkeit, Sicherheit;
  • Digitaler Wandel;
  • Demokratie in Europa;
  • Migration;
  • Bildung, Kultur, Jugend und Sport.

Ein Bereich "weitere Ideen" ermöglicht es, andere Meinungen zu sammeln und diese Themen zu vervollständigen, da es jedem freisteht, jede in seinen Augen wichtige Frage zu stellen.

Die wichtigsten Ideen und Empfehlungen der Plattform speisen die Podiumsdiskussionen der europäischen Bürger und die Plenarsitzungen, wo sie diskutiert werden, um die Schlussfolgerungen der Konferenz zu ziehen.

Ablauf der Konferenz

Die Konferenz zur Zukunft Europas wurde offiziell am Europatag, dem 9. Mai 2021, eröffnet.

Neben der Plenarversammlung der Konferenz und denen um vier große Themenblöcke herum gebildeten europäischen Bürgerforen, können die Bürger ihre Meinung über die mehrsprachige digitale Plattform teilen. Die Plattform listet auch Veranstaltungen auf, die in ganz Europa stattfinden, sowohl Präsenz- als auch Onlineveranstaltungen.

Alle nützlichen Informationen bezüglich der Organisation einer Veranstaltung im Rahmen der Konferenz zur Zukunft Europas sind ebenfalls auf der Plattform zu finden.

Veranstaltungen

9. Mai 2021 - Austausch in Schengen

Anlässlich des Europatages 2021, der gleichzeitig den Auftakt zur Konferenz zur Zukunft Europas bildete, fand auf dem "Place des Etoiles" vor dem Schengen-Museum ein Austausch zwischen Bürgern, Europaabgeordneten und EU-Kommissar Nicolas Schmit zum Thema Konferenz zur Zukunft Europas statt. Die Bürger waren eingeladen, Fragen zur Zukunft Europas zu stellen und sich Gehör zu verschaffen.

21. Juni 2021 - trinationaler Austausch mit Studenten

Im Rahmen der Konferenz zur Zukunft Europas fand am 21. Juni 2021 um 17.30 Uhr eine trinationale Diskussion im Institut Pierre Werner zwischen dem Minister für Auswärtige und Europäische Angelegenheiten, Jean Asselborn, und dem Europabeauftragten der Bundesrepublik Deutschland, Michael Roth, in Anwesenheit des französischen Botschafters Bruno Perdu, der den Staatssekretär Clément Beaune vertrat, statt. Die Minister tauschten sich mit den im Raum anwesenden deutschen, französischen und luxemburgischen Gymnasiasten aus. Die Diskussion kann hier online verfolgt werden.

15. November 2021 - Europa im Jahr 2030: Hackathon für junge Unternehmer

Im Rahmen der Konferenz zur Zukunft Europas fand ein Austausch über den digitalen Kompass und die Industriestrategie der EU in Anwesenheit des Premierministers Xavier Bettel, des für den Binnenmarkt zuständigen EU-Kommissars Thierry Breton, des Wirtschaftsministers Franz Fayot und des Präsidenten der Handelskammer Luc Frieden, statt. Studenten und junge Unternehmer diskutierten über ihre Vision von Europa im Jahr 2030. Weitere Informationen finden Sie hier.

18. November 2021 - Solidarität in den EU-Mitgliedstaaten

Der Minister für auswärtige und europäische Angelegenheiten, Jean Asselborn, und die Europaabgeordneten Katarina Barley und Isabelle Wiseler haben sich bei einem Treffen mit Schülern der Europäischen Schule Luxemburg und Studenten mehrerer Universitäten über das Thema der Solidarität in Europa ausgetauscht. Weitere Informationen finden Sie hier.

Kampagne der Abgeordnetenkammer

Die Abgeordnetenkammer hat am 14. September 2021 eine nationale Kampagne gestartet, die sich auf verschiedene Arten von Veranstaltungen stützt. Diese Ereignisse umfassen:

  • Vier thematische Panels in der Abgeordnetenkammer (zunehmende Ungleichheit, wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit der Europäischen Union, Steuerung der Migrationsströme und Klimawandel);
  • Diskussionen in Cafés in den vier Wahlkreisen (Grevenmacher, Diekirch, Luxemburg und Esch an der Alzette);
  • Die Organisation eines Meinungsaustauschs zwischen Vertretern des Jugendparlaments und der Abgeordnetenkammer zur Zukunft Europas;
  • Die "Parlamente zu Hause", ein Konzept welches die Bürger dazu aufruft, bei sich zuhause Diskussionen zu veranstalten und die Schlussfolgerungen anschließend an die Abgeordnetenkammer weiterzuleiten.

Diese Veranstaltungen bieten eine Gelegenheit zum Meinungsaustausch über Fragen, die für die Bürger von Interesse sind, und über Themen, die sie besonders betreffen, wobei der Schwerpunkt auf einem "Bottom-up" -Ansatz liegt.

Ebenso konnten die Bürger am 26. September 2021 anlässlich einer grenzüberschreitenden Fahrradtour luxemburgische und europäische Abgeordnete treffen. Dieses erste Treffen bot die Gelegenheit, sich mit ihnen über die gesellschaftlichen und grenzüberschreitenden Herausforderungen in der Europäischen Union auszutauschen.

Weitere Informationen, sowie den Veranstaltungskalender finden Sie hier.

 

 

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