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Ende Februar hat die Naturverwaltung auf einer Weide im Raum Wincrange festgestellt, dass fünf Schafe eindeutig von einem Raubtier gerissen worden sind. Zwei weitere wurden verletzt. Da ein Wolf auf Basis des Rissgutachtens durch Experten der Naturverwaltung als Verursacher nicht ausgeschlossen werden konnte, wurden Proben an den gerissenen Schafen entnommen und genetische Analysen zwecks Überprüfung in die Wege geleitet. Die Laboranalysen haben in Zwischenzeit ergeben, dass ein Wolf die Tiere gerissen hat. Ob das Tier sich weiterhin in Luxemburg aufhält oder nur durchgezogen ist, ist nicht bestätigt.

Kontext Seit 2017 hat es regelmäßig bestätigte Nachweise von Einzelwölfen in Luxemburg gegeben, ohne jedoch, dass ein Rudel hierzulande ansässig wäre. Im nahen Ausland leben seit einigen Jahren wieder Wolfsrudel, so z.B. im Hohen Fenn in Belgien und in den Niederlanden. In den belgischen Ardennen unweit der luxemburgischen Grenze leben zwei weitere Wolfspärchen.

Begegnung mit Menschen eher unwahrscheinlich

Wölfe meiden in der Regel den direkten Kontakt zum Menschen. Begegnungen zwischen Menschen und Wolf sind daher äußerst selten, aber nicht unmöglich. In der Regel ziehen sich Wölfe zurück, sobald sie einen Menschen bemerken, können aber durchaus auch neugierig sein und den Menschen vor dem Rückzug erst einmal genauer mustern. Online finden Sie sowohl Verhaltensregeln für den Fall einer Begegnung mit einem Wolf als auch den Aktionsplan "Wolf".

Wir bitten darum, mögliche Hinweise auf die Anwesenheit von Wölfen zwecks Monitorings umgehend der Naturverwaltung zu melden: wolf@anf.etat.lu.

Pressemitteilung der Naturverwaltung