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Nachdem Ende Februar fünf Schafe im Raum Wincrange gerissen worden waren (siehe Pressemeldung vum 5. März 2026) ist mittlerweile bestätigt, dass es sich beim nachgewiesenen Wolf um ein Weibchen handelte, welches 2025 bereits in Thüringen und Rheinland-Pfalz nachgewiesen wurde. Seit dem Wiederauftreten des Wolfs in Luxemburg war dies der zweite Nachweis eines Weibchens im Land.
Wenige Tage später wurde der Naturverwaltung ein weiterer Vorfall nahe Heinerscheid gemeldet, bei dem ebenfalls mehrere Schafe gerissen wurden. Auch in diesem Fall haben Laboranalysen mittlerweile bestätigt, dass es sich beim Prädator um ein weiteres Wolfsweibchen, diesmal aus dem Rudel Nordeifel-Belgien handelte, welches teils auf deutschem Staatsgebiet, teils im belgischen Hohen Fenn aktiv ist.
Ob die Tiere sich weiterhin in Luxemburg aufhalten oder nur durchgezogen sind, ist nicht bekannt.
Kontext
Seit 2017 hat es regelmäßig bestätigte Nachweise von Einzelwölfen in Luxemburg gegeben, ohne jedoch dass ein Rudel hierzulande ansässig wäre. Im nahen Ausland leben seit einigen Jahren wieder Wolfsrudel, so z.B. im Hohen Fenn in Belgien und in den Niederlanden. In den belgischen Ardennen unweit der luxemburgischen Grenze leben zwei weitere Wolfspärchen.
Begegnung mit Menschen eher unwahrscheinlich
Wölfe meiden in der Regel den direkten Kontakt zum Menschen. Begegnungen zwischen Menschen und Wolf sind daher äußerst selten, aber nicht unmöglich. In der Regel ziehen sich Wölfe zurück, sobald sie einen Menschen bemerken, können aber durchaus auch neugierig sein und den Menschen vor dem Rückzug erst einmal genauer mustern. Online finden Sie sowohl Verhaltensregeln für den Fall einer Begegnung mit einem Wolf als auch den Aktionsplan "Wolf".
Wir bitten darum, mögliche Hinweise auf die Anwesenheit von Wölfen zwecks Monitorings umgehend der Naturverwaltung zu melden: wolf@anf.etat.lu.
Pressemitteilung der Naturverwaltung