Message de Marie-Josée Jacobs à l'occasion de la Journée internationale pour personnes âgées du 1 octobre 2008

2008 steht der von der UNO 1990 ins Leben gerufene internationale Tag der älteren Menschen weltweit unter dem Motto „ Die Rechte der älteren Menschen“. Die sozialen Errungenschaften und die wirtschaftlichen Leistungen früherer Generationen haben viel zum heutigen Wohlstand unseres Landes beigetragen. Luxemburg ist, im Gegensatz zu vielen anderen Staaten, in der Lage seinen älteren Bürgerinnen und Bürger eine quantitativ und qualitativ hochwertige Betreuung im Alter anzubieten.

Dank der Einführung der Pflegeversicherung hat heute jede Person Anrecht auf adäquate Pflegeleistungen; sei es zu Hause oder in einem Alten – oder Pflegeheim. Der Ausbau der ambulanten Hilfs- und Pflegedienste erlaubt flächendeckend, den Wunsch der meisten Menschen, so lange wie möglich in ihrem Zuhause leben zu können, zu erfüllen.

Parallel hat das Familienministerium in den letzten Jahren weiter in den Ausbau der Alten- und Pflegeheime investiert. Unser Land verfügt über ein leistungsfähiges Pflegenetzwerk.

Es ist dem Einsatz der Trägergesellschaften, dem Fortbildungsinstitut des Service RBS sowie den engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Altenpflege zu verdanken, dass in Luxemburg innovative, auf den Menschen zentrierte, Pflegekonzepte eingeführt werden konnten. Es ist mir ein Anliegen die Rolle der Heimbeiräte in den Alten- und Pflegeheimen zu stärken.

Ich will den Menschen meine Anerkennung aussprechen, die Tag für Tag ihre kranken und alten Familienmitglieder pflegen; auch gilt mein Dank denen, die Woche für Woche ehrenamtlich, ältere Menschen in einer Einrichtung besuchen und ihnen damit einige schöne Stunden bereiten.

In vielen Bereichen des täglichen Lebens wird der ältere Mensch bedauerlicherweise immer noch benachteiligt; regelmäßig werden in der Berufswelt Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ab 50 zu den ersten Opfern von Rationalisierungsmaßnahmen.

Es ist deshalb notwendig, die gesellschaftliche, kulturelle, wirtschaftliche und politische Beteiligung der älteren Generationen zu fördern. Daher ist auch das Recht auf Bildung und Fortbildung ein wesentlicher Bestandteil der Kompetenzpolitik des Familienministeriums. Viele Seniorinnen und Senioren nutzen in diesem Sinne die vielfältigen Angebote der regionalen Clubs Senior und der Seniorenakademie des Service RBS. Diese Angebote fördern die Integration, erlauben eine gleichberechtigte Teilhabe an der modernen Informationsgesellschaft und valorisieren die Kompetenzen und Potenziale des Einzelnen.

Gemäß dem Perikles-Zitat, welches besagt, dass es nicht darauf ankomme, die Zukunft vorauszusagen, sondern auf die Zukunft vorbereitet zu sein, bin ich mir als Familienministerin bewusst, dass die Altenpolitik in den nächsten Jahren neuen Herausforderungen gerecht werden muss.

In den nächsten Jahren wird die Zahl der demenzerkrankten Menschen stetig ansteigen; es ist mir ein wichtiges Anliegen die Rechte dieser Personen zu fördern und zu stärken.

Der Zugang älterer Menschen mit Migrationshintergrund zu Seniorenorganisationen und Senioreneinrichtungen wird uns in Zukunft zunehmend beschäftigen. Ich wünsche mir, dass jeder, Luxemburger oder Nicht-Luxemburger, seinen Ruhestand gemäß seinen Vorstellungen und Bedürfnissen verbringen kann.

Marie-Josée Jacobs
Ministerin für Familie und Integration

(communiqué par le Ministère de la Famille et de l’Intégration)