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Message de la ministre de la Famille et de l'Intégration à l'occasion de la Journée internationale des personnes âgées
An diesem Tag soll einerseits der Beitrag der älteren Bevölkerung an den gesellschaftlichen Errungenschaften hervorgestrichen werden; andererseits soll auf das veränderte demografische Verhältnis zwischen Jung und Alt hingewiesen werden.
Der Anteil der über 65jährigen beträgt heute in Luxemburg fast 14% und wird bis ins Jahr 2035 auf 21,30% anwachsen. Wir können dieser Entwicklung mit Optimismus begegnen; das Alter bietet viele Chancen für den Einzelnen und die Gesellschaft. Um aber den demographischen Wandel zu gestalten, müssen neue Altersbilder geschaffen werden. Jeder von uns hat selbst Verantwortung dafür, wie sein eigenes Altersbild aussehen wird.
Die Fortschritte in der Medizin und in den Alterswissenschaften haben dazu geführt, dass viele Seniorinnen und Senioren bis ins hohe Alter gesund und mitten im Leben stehen. Der konsequente Ausbau der ambulanten Hilfs- und Pflegedienste hat dazu beigetragen, dass die Menschen oft bis ins hohe Alter zu Hause leben können.
Die Gesellschaft braucht das Wissen, die (Lebens)erfahrungen und die Potentiale der Älteren. Im Sinne der politischen Erklärung, die bei der 2. UNO-Weltversammlung über das Altern (2002) verabschiedet wurde, sollten Menschen auch im Alter ein erfülltes, gesundes und sicheres Leben genießen und aktiv am wirtschaftlichen, sozialen, kulturellen, und politischen Leben der Gesellschaft teilhaben.
Diese Teilhabe muss auch den Menschen ermöglicht werden, deren Autonomie eingeschränkt ist. In diesem Sinne müssen ergänzende Angebote geschaffen werden um so lange wie möglich ein autonomes und selbstversorgendes Leben zu führen. Die Zugänglichkeit des öffentlichen Raumes und der Dienstleistungen sind Grundvoraussetzungen zu einer verstärkten gesellschaftlichen Beteiligung.
Um die soziale Kohäsion zu sichern und den demografischen Entwicklungen mit Vertrauen entgegenzublicken, sollten wir mehr denn je auf die Begegnung zwischen Jung und Alt setzen. Dieses Miteinander hilft gegenseitige Vorurteile abzubauen.
Da ihr Anteil in unserer Gesellschaft in den nächsten Jahren größer wird, dürfen wir die ausländischen Seniorinnen und Senioren nicht vergessen. Das Schaffen von Rahmenbedingungen für ein Zusammenleben von älteren Menschen unterschiedlicher Kulturen stellt eine große Herausforderung dar. In den nächsten Wochen organisiert das Familienministerium eine Fachtagung wo Experten aus der Schweiz und aus Luxemburg gemeinsam diese Fragen diskutieren.
Marie-Josée Jacobs
Ministerin für Familie und Integration
(communiqué par le ministère de la Famille et de l’Intégration)