Fernand Etgen stellt das neue Qualitätssystem für die Weine der "Appellation d’origine protégée" vor

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Im Rahmen einer gemeinsamen Pressekonferenz von Fernand Etgen, Minister für Landwirtschaft, Weinbau und Verbraucherschutz, und den Vertretern der Weinproduzenten am Dienstagmorgen im Weinbauinstitut in Remich, stand das neue Qualitätssystem für die Weine der "Appellation d’origine protégée – Moselle Luxembourgeoise" im Mittelpunkt.

Mit der 2014er Lese wurde ein neues Qualitätssystem für die Weine der "Appellation d’origine protégée –Moselle Luxembourgeoise" eingeführt. Nur noch Weine, die einen Hektarhöchstertrag von 100 hl/ha (115 hl/ha für Elbling und Rivaner) respektieren, haben das Recht auf die Bezeichnung „Appellation d’origine protégée – Moselle Luxembourgeoise“. Bis dato wurde die Qualität der Luxemburger Weine nach dem Grundsatz der "Qualität im Glase", unabhängig vom Hektarhöchstertrag, beurteilt. Dieses Prinzip hatte durchaus seine Berechtigung, entspricht aber nicht mehr den heutigen Gegebenheiten. Die "Qualität im Glase" wird durch das Herkunftsprinzip ersetzt.

Hauptmerkmal der "Appellation d'origine protégée - Moselle Luxembourgeoise" ist die Orientierung hin zum international anerkannten Herkunftsprinzip. Die Verwendung der geographischen Einheit dient dazu eine Qualitätsaussage zu tätigen. Als Bedingung zur Verwendung des Namens einer geografischen Einheit gilt, dass das betreffende Areal präzise abgegrenzt sein muss. Das international anerkannte Herkunftsprinzip lässt sich leicht erklären: "Je enger die geografische Einheit, desto schmeckbarer die Herkunft". Es liegt also auf der Hand, dass es Regeln bedarf, die mit zunehmender Enge der geographischen Einheit zugleich strengere Qualitätsvorgaben wie beispielsweise den Hektarertrag definieren. Nur so kann die Herkunftshierarchie funktionieren. Das neue Qualitätssystem bringt eine neue Klassifizierung / Beschreibung (Abb. 1) der Luxemburger Weine mit sich:

1. Crémant de Luxembourg:

Gesunde, aromatische Trauben mit einer erfrischenden Säure bilden die Grundlage dieses Qualitätsschaumweins auf höchstem Niveau. Über die Wahl der Rebsorte, die Zusammenstellung der Cuvée und die Zeit des Hefelagers entstehen einzigartige Produkte, die Crémant de Luxembourg zu einem besonderen Geschmackserlebnis machen.

2. Côtes de:

Weine mit der Herkunftsangabe "Côtes de" sind harmonische Einsteigerweine auf hohem Niveau. Fruchtige, leichte Weine für den unkomplizierten, täglichen Genuss.

3. Coteaux de: Rebsorten typische Premiumweine

Die Coteaux-Weine sind Rebsorten- und gebietstypische, klassische Weine der Luxemburger Mosel. Diese Premiumweine entstammen hochwertigen Weinbergen der Kantone Grevenmacher oder Remich. Damit repräsentieren sie zwei unterschiedliche Bodentypen: Muschelkalk (Kanton Grevenmacher), Keuper mit Tonmergel (Kanton Remich). Handverlesene Trauben, niedrige Erträge und eine behutsame Verarbeitung machen so die Herkunft zum Geschmackserlebnis.

4. Lieu-dit: Terroir Weine

Die sogenannten Lagenweine entstammen aus den besten Weinbergen der Luxemburger Mosel. Die hochwertigen Einzellagen sind genau abgegrenzt. Hier wird die Qualität eines Weines nach dem „Terroir“, der Herkunft bestimmt. Der Weinberg, niedrige Erträge, selektive Handlese sowie naturnahe Bewirtschaftung sind nur einige Kriterien für die ausschlaggebende Qualität dieser Weine.

Communiqué par le ministère de l’Agriculture, de la Viticulture et de la Protection des consommateurs

Membre du gouvernement

ETGEN Fernand

Organisation

Ministère de l'Agriculture, de la Viticulture et de la Protection des consommateurs