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38. Kongress des Office International du Coin de Terre et des Jardins Familiaux in Wien
Vom 17. bis 20. August 2016 fand in Wien der 38. Internationale Kongress des Office International du Coin de Terre et des Jardins Familiaux in Wien statt. Die Tagung stand unter dem Thema:"Die Fachberatung der Zukunft im Hinblick auf Nachhaltigkeit und verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen. Die Verantwortung der Kleingärtner gegenüber nachkommenden Generationen und der ökologischen Erhaltung des übergebenen Grund und Bodens".
Léon Wietor, Direktor der Ackerbauverwaltung Luxemburgs nahm im Namen des luxemburgischen Ministers für Landwirtschaft, Weinbau und Verbraucherschutz Fernand Etgen in diesem Kongress teil. In seiner Intervention erinnerte Léon Wietor, daran, dass das "Office International du Coin de Terre et des Jardins Familiaux" 1926 in Luxemburg gegründet wurde und seither seinen Sitz in Luxemburg hat. Des Weiteren betonte er, dass die Kleingarten- und Eigenheimbewegung alle Bürger, egal welcher politischer, philosophischer oder religiöser Ansicht, zur Mitarbeit an einem sozialen und menschlichen Werk einladen und so eine einigende Kraft in der Gesellschaft in Bewegung setzen.
In der Resolution des Kongresses wurde beschlossen, dem aktiven Schutz der Natur ein erhöhtes Augenmerk zu schenken. Das "Office International du Coin de Terre et des Jardins Familiaux" hat in der Vergangenheit eine Anzahl von Projekte wie zum Beispiel „Ökologischer Gartenbau“, "naturgerechtes Gärtnern", "Bodenanalysen" erarbeitet, um die einzelnen europäischen Kleingärtner in diesen Bereichen zu sensibilisieren.
In den Diskussionen kamen die Teilnehmer überein, dass neben den bisherigen Themen "Pflanzenschutz" und "ökologischer Gartenbau" zukünftig auch ein besonderes Augenmerk auf die Bereiche
- Abwasserentsorgung, Schutz des Grundwassers, sparsame Verwendung von Wasser
- Mülltrennung und Müllvermeidung
- Erhaltung des Grünraumes in Ballungszentren zur Wahrung der Luftqualität zu richten ist.
Die Kleingärtner/Innen sollen dafür sensibilisiert werden, mit ihrem Handeln und mit konkreten Maßnahmen nicht nur zur Erhaltung der Gartenkultur als kulturelles Erbe, sondern auch zum Umwelt-, Natur- und Artenschutz beizutragen.
Aus diesem Grund wurde beschlossen, zu den bereits bestehenden Ausbildungsrichtlinien vom "Office International du Coin de Terre et des Jardins Familiaux" ein neues Modul für die Fachberater zu erarbeiten welches sich mit den "Weiterbildungsmaßnahmen im Hinblick auf Nachhaltigkeit" befassen soll.
Communiqué par le ministère de l'Agriculture, de la Viticulture et de la Protection des consommateurs